Bericht

Mediennutzung: Digitaler Nachrichtenkonsum überholt gedruckte Zeitung

Mediennutzung: Digitaler Nachrichtenkonsum überholt gedruckte Zeitung

Digitaler Nachrichtenkonsum überholt gedruckte Zeitung

Dänemark
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Das traditionelle Fernsehen ist immer noch beliebt, aber die Dänen lieben auch das Streamen – und digitale Nachrichten Foto: Hilary Walker/Millennium Images/Ritzau Scanpix

Die Kulturbehörde hat ihren neuen Bericht zur Mediennutzung veröffentlicht. Der digitale Wandel ist in vollem Gang.

Drei von vier Dänen schauen immer noch gern traditionelles Fernsehen. Dies geht aus dem Bericht über den Mediengebrauch in Dänemark im Jahr 2018 hervor, herausgegeben von der Schloss- und Kulturbehörde. Aber das Streamen von Filmen oder Serien wird beliebter. Waren es laut Bericht 2017 54 Prozent der Bevölkerung, schauten im vergangenen Jahr 3 Prozent mehr, ohne auf die richtige Uhrzeit achten zu müssen, einen Film über einen Streamingdienst an.

Auch das traditionelle Radiohören ist im Rückgang begriffen. Im Schnitt hörten die Dänen 4 Minuten weniger Radio im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2017. Aber ähnlich wie beim Streamen entdecken immer mehr Dänen das Hören von Podcasts für sich, laut Bericht 49 Prozent der Bevölkerung.

Eine Neuheit 2018: Erstmals haben im vergangenen Jahr mehr Menschen über 12 Jahre, nämlich 1.916.000, sich an einem durchschnittlichen Tag digital mit Nachrichten versorgt, als ihre Nase in eine gedruckte Tageszeitung gesteckt (1.624.000). Die Auflage der Zeitungen sinkt weiter.

16 von 32 Tageszeitungen haben mehr als 10 Prozent ihrer Leser im Jahr 2018 verloren. Doch konnten drei mittelgroße Zeitungen ihre Auflage steigern. Für die meisten gilt aber: Der digitale Auftritt erreicht mehr Menschen als das gedruckte Wort. Auch die Nutzung von Wochen- und Gratiszeitungen ging zurück. Vereinszeitungen hingegen legten zu.

Schließlich stellt der Bericht fest, dass im vergangenen Jahr 98 Prozent der Personen über 12 Jahre Zugang zum Internet hatten. 2010 waren es noch 91 Prozent. Dabei nutzten 90 Prozent das Internet täglich.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“