U-Boot-Fall

Peter Madsen vor Gericht: Kim Wall starb durch schwere Luke

Peter Madsen vor Gericht: Kim Wall starb durch schwere Luke

Peter Madsen vor Gericht: Kim Wall starb durch schwere Luke

jt/ritzau
Kopenhagen
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Peter Madsen (r.) Foto: Scanpix

Zum ersten Mal seit seiner Verhaftung musste der U-Boot-Bauer Peter Madsen vor dem Richter Rede und Antwort stehen.

U-Boot-Bauer Peter Madsen musste am Dienstag vor dem Kopenhagener Stadtgericht aussagen. Es ist das erste Mal seit Beginn seiner Untersuchungshaft am 12. August, dass Madsen sich vor Gericht behaupten muss. Madsen erklärt sich weiterhin für unschuldig, doch der Kläger, Jakob Buch-Jepsen, möchte die Haft aufgrund des Verdachts der vorsätzlichen Tötung verlängern.

Madsen war am 10. August mit seinem U-Boot „Nautilus“ aus Kopenhagen ausgelaufen. Mit dabei war die schwedische Journalistin Kim Wall, deren Torso am 21. August bei Amager angeschwemmt wurde. Madsen hatte zugegeben, dass sie durch einen Unfall auf dem U-Boot ums Leben gekommen war und er daraufhin eine Seebestattung durchgeführt hätte.

Dienstag erklärte sich Madsen im Sinne der Anklage (vorsätzliche Tötung) für unschuldig, gab jedoch zu, am Tode der 30-Jährigen mitverantwortlich zu sein.

Vor Gericht sagte er aus, dass eine 70 Kilogramm schwere Luke des U-Boots, mit dem die beiden eine Tauchfahrt unternommen hatten, auf die junge Frau fiel und sie tötete. Nach dem Tod der Journalistin habe er sie in der See „begraben“, sagte Madsen.

Es wurde bislang allerdings nur der Torso Walls gefunden. Dafür sei er nicht verantwortlich, meinte der U-Boot-Bauer.

Danach habe er die Ventile des Tauchfahrzeugs geöffnet um es zu versenken. Er habe auch auch Selbstmordabsichten gehabt, weil er sich schuldig fühlte, jedoch nicht den Mut gehabt, sie auszuführen, wie er sagte.

Das Verhältnis zwischen ihm und Kim Wall sei rein professionell gewesen, beteuerte der Erfinder.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Stimme für die Tiere“