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Corona-Krise: Kulturministerin in der Kritik

Corona-Krise: Kulturministerin in der Kritik

Corona-Krise: Kulturministerin in der Kritik

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Offenbar schwindet im Folketing das Vertrauen in die Arbeit der Kulturministerin Joy Mogensen (Soz.). Foto: Philip Davali/Ritzau Scanpix

Die flächendeckende Stilllegung des öffentlichen Lebens trifft Kulturschaffende hart, die nun auf staatliche Hilfen angewiesen sind. Nun zeigen sich viele Parteien unzufrieden mit der Arbeit der zuständigen Ministerin Joy Mogensen.

Eine Mehrheit im dänischen Parlament ist der Ansicht, dass Kulturministerin Joy Mogensen (Sozialdemokraten) nicht gut verhandelt, um in der Corona-Krise den Kulturschaffenden unter die Arme zu greifen.

Der Zeitung „Berlingske“ zufolge sind die gegenüber Mogensen kritisch eingestellten Parteien der Ansicht, dass die Verhandlungen nicht vom Kulturministerium, sondern vom Erwerbs- oder Finanzministerium geführt werden sollten. Kritisch sind die Parteien Venstre, Dänische Volkspartei, Einheitsliste, die Konservativen, Sozialistische Volkspartei sowie Uffe Elbæk, ehemaliger Chef der Alternativen.

Stampe: Vertrauen verloren

Zenia Stampe, kulturpolitische Sprecherin der Radikalen, wird in „Berlingske“ deutlich: „Wir haben das Vertrauen verloren, dass Joy Mogensen dazu imstande ist, ein reichhaltiges und gut funktionierendes kulturelles Leben für die Zeit nach der Krise zu sichern.“

Stampe verweist darauf, dass die Ministerin mittlerweile drei Wochen Zeit gehabt hätte, um sich einen Überblick darüber zu verschaffen, welche kulturellen Gebiete Hilfe benötigen. Doch hätte, so Stampe, die Ministerin weder Überblick, Lösungen noch das Geld.

Pernille Bendixen, stellvertretende kulturpolitische Sprecherin der Dänischen Volkspartei kritisiert, dass Vorschläge von der Ministerin damit beantwortet würden, dass sie, die Ministerin, keine Vollmacht habe, mehr Geld in ein bestimmtes kulturelles Gebiet zu stecken. Bendixen hatte laut Nachrichtenagentur Ritzau am Freitag den Finanzminister Nicolai Wammen gebeten, die Verhandlungen zu führen.

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