Weniger Raucher

Gesundheitsabsprache zwischen Region, Kommunen und Praxisärzten

Gesundheitsabsprache zwischen Region, Kommunen und Praxisärzten

Gesundheitsabsprache zwischen Region, Kommunen und Praxisärz

Paul Sehstedt
Vejle
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Die Region Süddänemark will Bürger vom Rauchen abhalten. Foto: Linda Kastrup / Ritzau Scanpix

Unter anderem sollen in vier Jahren weniger Bürger in der Region Süddänemark rauchen und das mentale Gleichgewicht von Jugendlichen verbessert werden. Der Ausschussvorsitzende erklärt, wie dies erreicht werden sollen.

Die Region Süddänemark hat zusammen mit den 22 Kommunen in ihrem Einzugsbereich sowie der Organisation von Praxisärzten PLO Syddanmark eine Gesundheitsabsprache getroffen. Die Vision umfasst weniger Raucher, verbessertes mentales Gleichgewicht bei Kindern und Jugendlichen, sowie mehr Arbeitnehmer, die trotz Krankheit dem Arbeitsmarkt verbunden bleiben.

Diese Ziele sollen innerhalb der nächsten vier Jahre erreicht werden – und dies ohne wesentliche Mehrkosten, wie der Vorsitzendes des Gesundheitskoordinationsausschusses, Bo Libergren (Venstre), auf Anfrage des „Nordschleswigers“ bestätigt. „Wir kennen augenblicklich keine Sonderausgaben, die mit der Absprache verbunden sind“, erklärt Libergren, „da diese Einsatzgebiete bereits durch den Haushalt finanziert werden. Mit der Absprache wollen wir lediglich die Behandlung der Patienten effektiver koordinieren, damit sie einfacher und schneller durch den Krankheitsverlauf geleitet werden können.“

Wer bezahlt was?

Die Region hat z.B. die Behandlung von mental instabilen Kindern sowie Jugendlichen intensiviert und zu diesem Zweck vor einigen Monaten Zusatzbewilligungen im Haushalt aufgenommen. „Die Absprache legt fest, wer was macht und wer was bezahlt, Region oder Kommune“, erläutert der Vorsitzende weiter. „Sollten im Verlauf neue Behandlungsinitiativen auftauchen, werden wir zum gegebenen Zeitpunkt über die Finanzierung Stellung beziehen.“

Die Absprachepartner verfolgen drei wichtige Ziele: erstens die Reduzierung der Gruppe von Rauchern in Süddänemark von derzeit 19 auf 13 Prozent der Bürger, die täglich rauchen. Sollte diese Vision gelingen, wäre Süddänemark die Region in Dänemark mit den wenigsten „täglichen“ Rauchern. Zweitens soll die mentale Lebensqualität von Kindern und Jugendlichen so verbessert werden, dass die Zahl der weiblichen Patienten von 23 auf 16 Prozent und die der männlichen von elf auf acht Prozent gesenkt werden kann.

Die dritte Säule ist der Wunsch, dass 51 Prozent der Bürger mit einer psychischen und 82 Prozent mit einer physischen Krankheit dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies ist ein neuer Zusatz zur Absprache, die auf dem Hintergrund, dass Arbeitslosigkeit große persönliche und ökonomische Folgen für den Einzelnen bedeuten könne, hinzugefügt wurde. Die Absprache trat am 1. Juli in Kraft.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Einseitige Grenzöffnung“