Neue Untersuchung

Öffentliche Angestellte opfern ihre Freizeit

Öffentliche Angestellte opfern ihre Freizeit

Öffentliche Angestellte opfern ihre Freizeit

jt/ritzau
Kopenhagen
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Foto: Scanpix

Gewissenhafte öffentliche Angestellte opfern des Öfteren ihre Freizeit, um ihre Arbeit fertig zu stellen. In den neuen Tarifverhandlungen müssten sie dafür belohnt werden, meint die Gewerkschaft FOA.

Der Arbeitstag eines Heimpflegers fängt oft schon zu Hause an, wenn dieser sich auf den kommenden Hausbesuch vorbereitet – und dass unbezahlt. Das meint der Gewerkschaftsvorsitzende der FOA, Dennis Kristensen, der alle öffentliche Angestellte vertritt. „Wir haben viele Mitglieder, die Überstunden schieben müssen, ohne dafür bezahlt zu werden. Typischerweise sind das Vorbereitungen für kommende Hausbesuche oder Administrations- und Registrierungsaufgaben“, so Kristensen.

Für ihn ist das ein Zeichen des ausgeprägten Verantwortungsbewusstseins unter öffentlichen Angestellten, die viele Kürzungen in den vergangenen Jahren hinnehmen mussten. Seine Äußerungen werden von einer aktuellen Untersuchung unter 2851 öffentlichen Angestellten unterstützt. Darin meinen rund 50 Prozent aller Befragten, dass sie jede Woche ein Teil ihrer Freizeit opfern müssen, um ihre Arbeit gewissenhaft zu erledigen.

Laut Kristensen ist es ein Problem, wenn die Grenze zwischen Arbeit und Freizeit praktisch nicht mehr vorhanden ist. „Die Löhne sind einfach nicht hoch genug, um das kompensieren zu können“, so der Gewerkschaftsvorsitzender.

FOA möchte dieses Problem bei der kommenden Tarifverhandlung auf den Tisch bringen und dafür sorgen, dass ihre Mitglieder für die Extra-Arbeit belohnt werden.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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