Coronavirus

Regierungschefin: Nicht die Zeit Gesellschaft zu öffnen

Regierungschefin: Nicht die Zeit Gesellschaft zu öffnen

Regierungschefin: Nicht die Zeit Gesellschaft zu öffnen

Ritzau/hm
Kopenhagen
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Die ansteckendere Coronavirus-Variante B117 breitet sich auch in Dänemark aus. Das besorgt Regierungschefin Mette Frederiksen, die die geltenden Regeln nicht lockern will. Foto: Liselotte Sabroe/Ritzau Scanpix

In Dänemark war in den vergangenen Tagen die Zahl der Infektionen rückläufig. Eine Abkehr vom Shutdown kommt für Regierungschefin Mette Frederiksen aber nicht in Frage.

Auf Facebook hat Regierungschefin Mette Frederiksen (Sozialdemokraten) sich gegen eine Öffnung der dänischen Gesellschaft zum jetzigen Zeitpunkt ausgesprochen. Auch wenn die Infektionen mit dem Coronavirus zurückgingen, sei es viel zu früh, über eine Öffnung zu sprechen, da sich die ansteckendere britische Virusvariante in Dänemark verbreite, so Frederiksen.

Sie schreibt: „Dass die Zahl der Infektionen bei uns sinkt und der Impfstart so gut gelungen ist, macht Mut. Doch gibt es auch Anlass zur Sorge. Die britische Mutation ist auf dem Vormarsch, und wir erhalten nicht genug Impfstoff, um dieses Rennen zu gewinnen. Deshalb muss die Zahl der Infektionen längere Zeit niedrig sein.“

Der Shutdown in Dänemark läuft bislang noch bis zum 7. Februar. Unter anderem sind bis dahin Schulen, Restaurants sowie viele Geschäfte des Einzelhandels geschlossen. Das Versammlungsverbot liegt bei fünf Personen.

In den vergangenen drei Tagen wurden weniger Infektionen registriert – vergleichbar mit dem Stand von Ende November. Die Zahl positiver Tests ist die niedrigste seit Anfang Oktober. Allerdings breitet sich die britische Coronavirus-Variante B117 aus, die 50 bis 74 Prozent ansteckender sein soll. Die dänische Infektionsschutzbehörde, das Staatliche Serum Institut (SSI), geht davon aus, dass diese Variante in den kommenden Monaten, eventuell schon im Februar, die am weitesten verbreitete sein wird.

Bislang sind in Dänemark 283 Infektionen mit der britischen Virusvariante bekannt. Es wird davon ausgegangen, dass die wirkliche Zahl höher ist, da bis Anfang 2021 nicht alle Proben auf die Variante untersucht werden konnten. In Woche 2 entfielen 8,2 Prozent der Positivproben auf B117, 3,8 Prozent in Woche 1.

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