Brexit

Løkke: Harter Brexit wäre eine Katastrophe

Løkke: Harter Brexit wäre eine Katastrophe

Løkke: Harter Brexit wäre eine Katastrophe

swa/ritzau
Kopenhagen/London
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Eine Brexit-Gegnerin fragt die Briten: Ist es das alles wert? Foto: Simon Dawson/Ritzau Scanpix

Am Dienstag stimmt das britische Parlament über das Brexit-Abkommen mit der EU ab. In Dänemark ist sich Staatsminister Løkke sicher: Ein Brexit ohne Abkommen wäre eine Katastrophe.

Die britische Premierministerin Theresa May lehnt eine Aufschiebung des Brexits ab. Das unterstrich May am Montag bei einer Rede in Stoke-on-Trent. Zuvor war spekuliert worden, London könne den Austritt verschieben, wenn das Parlament morgen gegen den Brexit stimmt.

Eine Ablehnung des Abkommens hätte „katastrophale“ Folgen für die Demokratie im Vereinigten Königreich, so May. Eine Aufschiebung des Referendums lehnt sie aber ab: „Wir treten am 29. März aus“, sagte May.

Theresa May bei ihrer Rede am Montag in Stoke-on-Trent. Foto: Ben Birchall / POOL / AFP / Ritzau Scanpix

Løkke: Katastrophe verhindern

In Dänemark wird die morgige Abstimmung im britischen Parlament mit Anspannung erwartet. „Ich und meine Kollegen werden alles dafür tun, um zu verhindern, dass dies hier in einer Katastrophe endet, die ein harter Brexit werden würde“, so Staatsminister Lars Løkke Rasmussen (Venstre).

Bei einem harten Brexit tritt Großbritannien aus der EU aus, ohne dass ein geltendes Abkommen mit der EU über Binnenmarkt und Zoll besteht.

Wenn man einen harten Brexit Ende März vermeiden wolle, wäre es das einfachste, die Absprache gutzuheißen. Ansonsten müsste Großbritannien um mehr Zeit bitten und dafür, so Løkke, müsste Großbritannien gute Gründe nennen.

Großbritannien wird die EU am 29. März auf eigenen Wunsch hin verlassen. Das britische Parlament stimmt am Dienstagabend über das Brexit-Abkommen zwischen London und Brüssel ab. Eine Mehrheit für das von May ausgehandelte Abkommen gilt als unwahrscheinlich.

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