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Käse-Konflikt: Dänemark verkauft illegal Feta

Käse-Konflikt: Dänemark verkauft illegal Feta

Käse-Konflikt: Dänemark verkauft illegal Feta

jt/ritzau
Kopenhagen/Brüssel
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Foto: dpa

Die EU-Kommission bittet die dänische Regierung darum, den illegalen Handel mit Feta-Käse außerhalb der EU zu stoppen.

Dänische Unternehmen exportieren illegal Feta-Käse an Länder außerhalb der EU. Das ist laut EU-Gesetz rechtswidrig, berichtet die Online-Zeitung Altinget.dk.

Die EU-Kommission hat sich nun an die dänische Regierung gewandt, um den illegalen Verkauf zu stoppen. „Der unter Namensschutz stehende Begriff ‚Feta‘ wird in Dänemark illegal genutzt und an Länder, die kein EU-Handelsabkommen unterzeichnet haben, exportiert“, heißt es im Kommissions-Brief an die Regierung.

Der Feta-Käse steht seit 2002 auf der EU-Liste geschützter Nahrungsmittel. Seitdem ist es illegal, die Bezeichnung „Feta“ für Salat-Käse, der nicht in Griechenland hergestellt wurde, zu benutzen. Deshalb haben dänische Hersteller für den EU-Markt stattdessen die Bezeichnung „Salat-Tern“ oder „Weißer Käse“ benutzt.

Im dänischen Meiereiverein sorgt der Brief aus Brüssel nicht für Unruhe. „Innerhalb der EU haben wir uns an die Regeln gehalten. Doch natürlich haben wir dort, wo die Namensrechte für Feta nicht gelten, eine andere Vorgehensweise“, so der Vorsitzende des Vereins, Jørgen Harald Christensen.

Umwelt- und Nahrungsmittelminister Esben Lunde Larsen (Venstre), hat den Brief aus Brüssel bisher nicht kommentiert, so Altinget.

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