Tarifverhandlungen

Auf Streik folgt Aussperrung

Auf Streik folgt Aussperrung

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ritzau/hee
Kopenhagen
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Michael Ziegler Foto: Torkil Adsersen/Ritzau Scanpix

Chefunterhändler des Verbandes der Kommunen kündigt nach Gewerkschaftswarnungen Reaktionen an. Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern bei den Tarifverhandlungen Lohnerhöhungen von bis zu 9,5 Prozent. Die Arbeitgeber sind allerdings nur dazu bereit, die Bezüge um 6,9 Prozent anzuheben.

Nachdem am Mittwoch die Spitzen der Gewerkschaft der Sozialpädagogen und der Gewerkschaft von Mitarbeitern des öffentlichen Dienstes FOA im sich zuspitzenden Tarifstreit die Muskeln spielen ließen, reagierte der Chefunterhändler des Verbandes der Kommunen (KL), Michael Ziegler, prompt. „Wir kündigen noch keinen Konflikt an, aber wenn man uns mit Streik droht, dann werden wir darauf reagieren“, so der konservative Bürgermeister der Kommune Høje Taastrup und fügte hinzu, dass man mit Aussperrung der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes mit ernsten Konsequenzen für die berührten Mitarbeiter und die Bevölkerung reagieren werde, wenn die Gewerkschaften schwerpunktmäßig und mit Nadelstichen zum Streik sollten.

„Wir werden landesweit reagieren, wenn wir angegriffen werden“, so Ziegler kampfeslustig, der vor vier Jahren auch an der Spitze der Arbeitgeber während des Arbeitskampfes mit den Lehrern samt Streit um deren Arbeitszeiten stand.

Die Gewerkschaften des öffentlichen Dienstes fordern bei den Tarifverhandlungen, die in den Bereichen Staat, Regionen und Kommunen ergebnislos verlaufen sind, Lohnerhöhungen von bis zu 9,5 Prozent, wie die Arbeitgeber nachgerechnet haben. Dort ist man allerdings nur dazu bereit, die Bezüge um 6,9 Prozent anzuheben.

Ein Streitpunkt sind bei den laufenden Verhandlungen die Frühstückspausen. Für diese fordern die Gewerkschaften Bezahlung. Heute treffen sich Arbeitgeber und Gewerkschaften in der Schlichtungsinstitution, um einen ab 4. April absehbaren Arbeitskampf zu vermeiden.

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