Fehler bei Skat

1.200 Immobilienbesitzer blieben jahrelang steuerfrei

1.200 Immobilienbesitzer blieben jahrelang steuerfrei

1.200 Immobilienbesitzer blieben jahrelang steuerfrei

cvt/Ritzau
Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Foto: Alexander Andrews/Unsplash

Ein Fehler bei der Steuerbehörde hat dazu geführt, dass viele Hausbesitzer in Dänemark bis zu zehn Jahre lang keine Steuern auf ihr Wohneigentum zahlen mussten. Für die Betroffenen könnte das jetzt teuer werden.

Besitzer von 1.200 Wohnimmobilien in Dänemark mussten über Jahre keine Immobiliensteuern zahlen. Wie die Behörde für Immobilienschätzung in einer Pressemitteilung schreibt, geht das auf einen Fehler der Steuerbehörde Skat zurück.

Durch falsche Registrierungen bei einigen der Immobilien soll der Eigentums- und Grundwert mit jeweils null Kronen angegeben sein, andere sind als unbebaute Grundstücke registriert, obwohl dort fertige Häuser stehen.

Die nicht gezahlten Steuern können derweil schwere Folgen für die jetzigen und ehemaligen Besitzer der betroffenen Immobilien haben. Denn Steuern können bis zu zehn Jahre nachträglich noch eingetrieben werden.

Hakon Iversen, Direktor der Behörde für Immobilienschätzung, sagt, dass die Fehler behoben werden und dass alle Betroffenen von der Behörde kontaktiert werden. „Es handelt sich um sehr bedauerliche alte Fehler im alten Bewertungssystem und das unterstreicht den Bedarf eines neuen Systems, das den Immobilienbesitzern genauere und transparentere Eigentumsbewertungen bringt“, schreibt er in der Pressemitteilung.

Der Nachrichtenagentur Ritzau teilt die Behörde mit, dass es keinen Überblick darüber gebe, wo im Lande die betroffenen Immobilien liegen oder welche Art Eigentum betroffen ist. Einzelne Fälle gehen zehn Jahre und weiter zurück, nach zehn Jahren gelten sie jedoch als verfallen.

Laut Behörde werde derzeit daran gearbeitet, dass ähnliche Fälle in Zukunft nicht entstehen können. Der Steuerminister hat am Mittwoch den Steuerausschuss im Folketing über die Problematik informiert.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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