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Finanzminister rechnet 2020 mit abgeschwächtem Wirtschaftswachstum

Finanzminister rechnet 2020 mit abgeschwächtem Wirtschaftswachstum

Finanzminister: Schwächeres Wirtschaftswachstum in 2020

Kopenhagen
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Gut gelaunt präsentierte der dänische Finanzminister Nicolai Wammen (Sozialdemokraten) die Prognose der Regierung zum Wachstum im kommenden Jahr und 2021. Er geht von einer weiter positiven Entwicklung der Wirtschaft aus. Foto: Ritzau Scanpix Niels Christian Vilmann

Dänemarks oberster Kassenwart Nicolai Wammen geht von einem weiteren Anstieg der Zahl der Beschäftigten aus. Der private Verbrauch wird laut Prognose stärker zulegen als das Bruttonationalprodukt.

Der dänische Finanzminister Nicolai Wammen hat am Montag eine neue Prognose über das im kommenden Jahr erwartete Wirtschaftswachstum vorgelegt.

Weiteres Wachstum in Sicht

In Dänemark seien die Voraussetzungen für ein weiteres Wachstum gut, trotz einer abgeschwächten Konjunktur in vielen ausländischen Staaten. Die Regierung in Kopenhagen erwarte 2020 ein Plus beim Bruttonationalprodukt in Höhe von 1,5 Prozent. Auch 2021 werde es ein Plus in Höhe von 1,5 Prozent geben. Im laufenden Jahr geht Wammen von einem Wachstum in Höhe von 2 Prozent aus. Das führe dazu, dass sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt in Dänemark weiter verbessere.

Globale Wirtschaft Unsicherheitsfaktor

Ein Unsicherheitsfaktor sei die offene Frage, ob die globale Wirtschaft 2020 weiter an Schwung verliert. Das könne auch die Situation in Dänemark beeinflussen. Wammen erklärte, dass die Haushaltspolitik der Regierung in den kommenden Jahren schwach expansiv ausfallen werde. Der Kapazitätsdruck in der dänischen Wirtschaft werde 2020 und 2021 abnehmen.

Wohlfahrt und grüne Umstellung im Mittelpunkt

„Meine Aufgabe als Finanzminister ist es, den einmaligen Gesellschaftsvertrag in Dänemark zu erhalten und zu stärken, der Dänemark zu einem der Länder gemacht hat, in dem es sich weltweit am besten leben lässt“, so Wammen. Und er fuhr fort: „Wir haben mit dem Haushalt für das kommende Jahr die Wohlfahrt und die grüne Umstellung priorisiert. Wir haben auch die Ausbildung gestärkt, was mit einer Investition in künftiges Wachstum unter finanzpolitisch verantwortbaren Bedingungen verknüpft ist.“

Privatverbrauch soll zulegen

In der Prognose wird davon ausgegangen, dass 2020 und 2021 der Privatverbrauch mit 1,9 und 1,7 Prozent stärker zulegen wird als das Bruttonationalprodukt. Die öffentliche Hand wird 2020 die Ausgaben um 1,3 Prozent erhöhen. 2019 lag der Wert bei 0,7 Prozent.

Export schwächt sich ab

Beim Export wird mit einem gegenüber 2019 sinkenden Wachstum gerechnet: 2020 mit einem Plus von 1,5 Prozent, 2021 von 2,2 Prozent. In diesem Jahr wird ein Plus von 3,4 Prozent veranschlagt.

Rekord bei Beschäftigung

In den beiden kommenden Jahren wird ein Anstieg der Zahl der Beschäftigten erwartet. Sie würde mit über 3 Millionen im kommenden Jahr einen Rekordwert erreichen.

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