Folketingswahl 2019

Kommentatoren: Unentschieden beim TV-Duell

Kommentatoren: Unentschieden beim TV-Duell

Kommentatoren: Unentschieden beim TV-Duell

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Lars Løkke Rasmussen und Mette Frederiksen beim TV-Duell in DR Byen in Kopenhagen. Foto: Bjarne Bergius Hermansen/DR/Ritzau Scanpix

Regierungschef Løkke schickte einige Giftpfeile in Richtung Rentenentwurf der Sozialdemokraten – deren Spitzenkandidatin Frederiksen nannte das arrogant.

Die politischen Kommentatoren der großen Zeitungen im Lande waren sich am Montag uneinig darüber, wer den Sieg aus dem ersten TV-Duell zwischen Regierungschef Lars Løkke Rasmussen von der rechtsliberalen Venstre und der sozialdemokratischen Spitzenkandidatin Mette Frederiksen gewonnen hat.

Am Sonntagabend um 21 Uhr begann das „Duell“ der beiden, das vom Sender DR1 übertragen wurde.

Die bürgerlich-konservative Tageszeitung „Berlingske“ sieht Løkke vorne. Er habe Frederiksens Terrain übernommen und den Rentenplänen der Sozialdemokraten einen Hieb versetzt, schreibt Thomas Larsen. „In dieser Debatte wurde sie überfahren, weil sie nicht in der Lage ist, genau zu sagen, für wen und für wie viele das frühzeitige Pensionsalter gelten soll“, so der Kommentator.

Die liberale Tageszeitung „Politiken“ hebt hervor, dass das Thema Ausländerpolitik nicht angesprochen wurde – zum Vorteil der Sozialdemokraten. „Wenn das bis zur Folketingswahl dieselbe periphere Rolle spielt wie im Duell am Sonntag, ist Lars Løkke fertig“, schreibt Kristian Madsen.

Die rechtskonservative „Jyllands-Posten“ schreibt, dass keiner der Kandidaten einen Ausfall gehabt habe. „Aus Sicht des politischen Analysten endete das Duell in einer Art überraschenden verkehrten Welt. Wo Løkke bei seiner Gesundheitsreform in Schwierigkeiten geriet und Frederiksen bei ihrem Rentenentwurf“, so Marchen Neel Gertsen.

Nach der Debatte kritisierte Mette Frederiksen ihren Kontrahenten scharf dafür, ihren Rentenentwurf als „größten Bluff seit Generationen“ bezeichnet zu haben. „Das ist die Spitze der Arroganz“, so Frederiksen zu den anwesenden Journalisten.

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