Extremismus Verdacht

Regierung friert Hilfsgelder für syrische Polizei ein

Regierung friert Hilfsgelder für syrische Polizei ein

Regierung friert Hilfsgelder für syrische Polizei ein

Kopenhagen
Zuletzt aktualisiert um:
Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz) Foto: Scanpix

Nach einer BBC-Dokumentation besteht der Verdacht, dass Gelder, die zur Unterstützung von Polizeieinheiten in Syrien gedacht sind, in die Hände von extremistischen Gruppen gelangen. Außenminister Anders Samuelsen lässt die Lage nun Untersuchung.

Die dänische Regierung hat die Zahlung eines zweistelligen Millionenbetrages, der an ein Sicherheitsprojekt in Syrien gehen sollte, eingefroren. Es besteht der Verdacht, dass das Geld in die Hände von extremistischen Gruppen gelangen könnte, statt wie vorgesehen an die Freie Syrische Polizei.

Auslöser für das Zurückhalten der Hilfsmittel war eine Dokumentation des britischen Senders BBC, in der offengelegt wurde, dass die Polizeieinheiten, die mit dem Geld unterstützt werden, mit einem Gericht zusammenarbeiten, das Frauen zu Steinigungen verurteilt und Gelder an extremistische Gruppen weitergibt.

Seit 2014 hat Dänemark diese Polizeikräfte mit 54 Millionen Kronen unterstützt – weitere 60 Millionen Kronen wurden bereits bewilligt. 22,2 Millionen Kronen sollten jetzt im Dezember überwiesen werden. Dieses Geld wurde nun zurückgehalten.

„Wir nehmen die Anschuldigungen natürlich sehr ernst. Die Unterstützung wurde deshalb natürlich sofort eingestellt. Gemeinsam mit den anderen Unterstützern werden wir nun eine gründliche Untersuchung durchführen“, so Außenminister Anders Samuelsen (Liberale Allianz) zur Nachrichtenagentur Ritzau.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Stimme für die Tiere“