Umwelt

Staatsministerin nimmt an Klimagipfel in Glasgow teil

Staatsministerin nimmt an Klimagipfel in Glasgow teil

Staatsministerin nimmt an Klimagipfel in Glasgow teil

Ritzau/nb
Kopenhagen
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Staatsministerin Mette Frederiksen beim EU-Treffen der Staats- und Regierungschefs in der vergangenen Woche in Brüssel. Foto: Pool/Reuters

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Staatsministerin Mette Frederiksen wird Montag und Dienstag kommender Woche am COP26-Klimatreffen in Schottland teilnehmen. Dort wollen die Staats- und Regierungschefs die Ausstoßmengen von Kohlendioxid weiter verringern.

Staatsministerin Mette Frederiksen wird am 1. und 2. November am UN-Klimagipfel COP26 in Glasgow in Schottland teilnehmen.

Dort werden sich die Staats- und Regierungschefs aus der ganzen Welt treffen. Sie haben sich das Ziel gesetzt, die Kohlendioxidemissionen noch stärker als bisher angestrebt zu verringern.

Der Klimagipfel beginnt in der kommenden Woche und dauert bis zum 12. November.

Klima wichtigste und größte Herausforderung

„Das Klima ist unsere wichtigste und größte Herausforderung. Wir müssen jetzt handeln, und wir müssen jetzt gemeinsam liefern. Das globale Ambitionsniveau muss weiter erhöht werden“, schreibt Frederiksen in einer Pressemitteilung.

„Wir müssen den Weg weisen zu einer effektiven und auch machbaren grünen Umstellung, bei der Wachstum und niedrigere Kohlendioxidausstöße Hand in Hand gehen. Wir sind in Dänemark bereit, unseren Beitrag dazu zu leisten. Jedoch müssen alle weitaus mehr beitragen. Dazu gibt es keine Alternative“, so die Staatsministerin.

Reichste Länder müssen Vorbildrolle einnehmen

Während eines Staatsbesuchs in Indien sagte Mette Frederiksen, dass die reichsten Länder der Welt – und damit auch Dänemark – an vorderste Stelle treten müssten, wenn es um die Reduktion der Emissionen gehe.

Und dass somit das G20-Treffen, dass im Vorfeld von COP26 stattfindet, entscheidend wird. Die G20 repräsentieren die zwanzig wichtigsten Industrie- und Schwellenländer.

„Wir müssen an mehreren Stellen den Druck erhöhen, und zwar ganz konkret, wenn es um die Finanzierung der grünen Umstellung in den Entwicklungsländern geht. Deshalb müssen am Ende des G20-Treffens die wohlhabenden Länder ihr Ambitionsniveau erhöhen und sich entsprechend dazu verpflichten. Dann können wir durchaus ins Ziel kommen. Aber das steht und fällt in hohem Maße mit den G20“, sagt Mette Frederiksen.

Eile geboten

Die Staatsministerin unterstreicht zudem, dass in der Frage der Verringerung der globalen CO2-Emissionen Eile geboten sei.

„Der IPCC-Bericht zeigt mit aller Deutlichkeit, dass die Welt weit davon entfernt ist, genug getan zu haben, um die Klimakrise einzudämmen“, so Frederiksen.

Damit verweist sie auf den Bericht des Klimarats der Vereinten Nationen, IPCC, der vor einigen Monaten düstere Aussichten darlegte.

Zusammenbruch von Ökosystemen

Demnach wird es im Jahr 2100 zwischen 2,1 und 3,5 Grad wärmer werden, sofern die Treibhausemissionen auf gleichbleibend hohen Niveau verharren. Schlimmstenfalls könnte es um 3,3 bis 5,7 Grad wärmer werden.

Bereits bei einem Temperaturanstieg von 1,5 Grad wird der Zusammenbruch von Ökosystemen erwartet und damit einhergehend das Aussterben einer Reihe an Arten sowie ein merklicher Anstieg des Wasserspiegels.

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Siegfried Matlok
Siegfried Matlok Senior-Korrespondent
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