Flensburg

Jetzt bewerben: Dänemark sucht Generalkonsul per Anzeige

Cornelius von Tiedemann
Cornelius von Tiedemann Stellv. Chefredakteur
Kopenhagen/Flensburg
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Die Stellenanzeige des Außenministeriums. Foto: Cornelius von Tiedemann

Die Posse um das Generalkonsulat in Flensburg nimmt kein Ende. Jetzt hat das dänische Außenministerium eine Stellenanzeige geschaltet, um einen Nachfolger für den geschassten Henrik Becker-Christensen zu finden.

Die Posse um das Generalkonsulat in Flensburg nimmt kein Ende. Jetzt hat das dänische Außenministerium eine Stellenanzeige geschaltet, um einen Nachfolger für den geschassten Henrik Becker-Christensen zu finden.

Interessieren Sie sich für die dänische Minderheit und Grenzlandfragen? Kennen sie Deutschland und haben ein relevantes Netzwerk? Sprechen sie Dänisch, Deutsch und Englisch? Dann können sie sich darum bewerben, dänischer Generalkonsul in Flensburg und Chef von drei Mitarbeitern zu werden.

In einer Stellenanzeige sucht das Außenministerium jetzt nach einem Nachfolger für den geschassten Henrik Becker-Christensen. Der soll im September abtreten und Platz für einen Nachfolger machen. Das Außenministerium lockt mit einem Fünfjahres-Vertrag und möglicher Verlängerung, einer Dienstwohnung in Flensburg und einer Besoldung für Quereinsteiger mindestens in Lohngruppe 1 für Chefs im öffentlichen Dienst – das entspricht mindestens 45.268 Kronen (mehr als 6.000 Euro) im Monat plus zahlreichen Zusatzleistungen.

Die Posse nahm Ende vergangenen Jahres ihren Lauf

Es sollte eigentlich ein versöhnlicher Abschied aus der Regierung werden, ein goldener Abschluss einer Politikerlaufbahn, als Dänemarks Regierungschef Lars Løkke Rasmussen (Venstre) Ende vergangenen Jahres verkündete, dass sein Parteifreund Bertel Haarder aus der Regierung ausscheiden und den Posten als dänischer Generalkonsul in Flensburg übernehmen werde.

Doch Løkke hatte die Rechnung ohne den Wirt gemacht. Als Bertel Haarder, seines Zeichens Dänemarks dienstältester Minister aller Zeiten, erfuhr, dass Henrik Becker-Christensen seinetwegen aus dem Amt gejagt werden sollte, machte er, der aus Randershof an auf der nordschleswigschen Seite der Flensburger Förde stammt, einen Rückzieher.

„Ich war davon ausgegangen, dass der angebotene Posten eine Neubesetzung war. Ich brenne für die Minderheiten und habe alle Voraussetzungen dafür, sie sichtbar zu machen und für sie zu arbeiten. Aber der Posten ist besetzt und ich will mich nicht aufdrängen“, so Haarder damals.

Nach diversen Gerüchten über mögliche andere Kandidaten, darunter die Venstre-Abgeordnete und ehemalige Ministerin Eva Kjer Hansen aus Apenrade, sucht das Außenministerium nun also in einer öffentlichen Ausschreibung nach einem Nachfolger. Die Bewerbungsfrist ist der 5. Juni.

Interesse? Hier ist die Anzeige zu sehen.

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