Finanzen

Steuereinnahmen erstmals über 1.000 Milliarden Kronen

Steuereinnahmen erstmals über 1.000 Milliarden Kronen

Steuereinnahmen erstmals über 1.000 Milliarden Kronen

jt
Kopenhagen
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Foto: Erik Refner/Ritzau Scanpix

Weniger Arbeitslose und ein steigender Privatverbrauch bedeuten, dass die Steuereinnahmen In Dänemark auf einem Rekordniveau liegen.

Im vergangenen Jahr haben die Steuereinnahmen Dänemarks die magische Grenze von 1.000 Milliarden Kronen überschritten. Das zeigen neue Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Rund die Hälfte des Geldes stammt von der Einkommenssteuer der Bürger. Die Mehrwertsteuer ist die zweitgrößte Einnahmequelle, berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau. Auch die Unternehmenssteuer und die Aktiensteuer trugen zu dem rekordhohen Ergebnis bei.

Seit 2010 seien die gesamten Einnahmen des Staates um 23 Prozent gestiegen – insbesondere, weil es der dänischen Wirtschaft seit Jahren gut gehe, meint der Chefökonom des Kreditunternehmens Nykredit, Tore Stramer. „Die Beschäftigung liegt auf einem hohen Niveau und das Privateinkommen der Bürger ist gestiegen. Demnach steigt auch der Privatverbrauch und dadurch auch die Einnahmen durch die Mehrwertsteuer. Alles in allem ergibt das höhere Steuereinnahmen für den Staat“, so Stramer.

Ihm zufolge darf man dabei nicht vergessen, dass die Bürger in Dänemark hohe Steuerbeträge zahlen müssen. „Im internationalen Vergleich liegen wir dabei recht hoch“, erklärt Stramer. Die steigenden Steuereinnahmen kämen jedoch ausschließlich aufgrund des wirtschaftlichen Aufschwunges in Dänemark zustande. „Die Steuern sind nicht angehoben worden“, erklärt der Ökonom.

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Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
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