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Jysk-Fynske will Lokaljournalismus neu beleben

Jysk-Fynske will Lokaljournalismus neu beleben

Jysk-Fynske will Lokaljournalismus neu beleben

wt
Odense
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Konzerndirektor Jesper Rosener will nun neue Onlinemedien dort gründen, wo Jysk-Fynske Lokalredaktionen geschlossen hat. Foto: Joachim Ladefoged/Ritzau Scanpix

Der Medienkonzern will neue lokale Onlinemedien gründen.

Der Medienkonzern „Jysk-Fynske“, der auch „JyskeVestkysten“ publiziert, will in mehreren Städten und Stadtteilen lokale Onlinemedien gründen.

Die neuen Medien entstehen an Orten, wo Jysk-Fynske früher Lokalredaktion betrieb. Konkret sind dies mehrere Kommunen auf Fünen, Kommunen um Aarhus und Stadtteile in Kopenhagen.

„In Teilen des Landes, in denen wir lokale und regionale Medien herausgeben, gibt es Regionen, wo es nicht mehr eine feste und tägliche Berichterstattung in Form von Qualitätsjournalismus gibt. Hier müssen sich die Bürger auf die sozialen Medien verlassen, die ja nur elektronische Schwarze Bretter sind, wo jeder alles veröffentlichen kann, ohne dass der Inhalt bearbeitet oder die Fakten geprüft werden“, so Konzerndirektor Jesper Rosener in einer Pressemitteilung.

Versuchsort Middelfart

„Jysk-Fynske“ hat sich in Middelfart seit geraumer Zeit mit neuen Formen des Lokaljournalismus versucht. Unter anderem ist das lokale Gymnasium einbezogen worden und Leser können Leserbriefe veröffentlichen, die anschließend journalistisch bearbeitet werden.

Die Erfahrungen aus Middelfart sollen nun in den neuen lokalen Medien genutzt werden.

„Es ist nicht tragbar, dass die Demokratie von Tech-Giganten und amerikanischen Kapitalinteressen gelenkt wird. Es ist schlecht für den Kit der Gesellschaft, wenn keine klassischen Medien die Aufgabe auf sich nehmen, die Bevölkerung zu informieren. Das tun wir jetzt“, so Rosener.

Die neuen lokalen Medien werden ein Abo erfordern.

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