Wetter

Kältester Aprilmorgen seit 28 Jahren

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Frost auf den Autos am Sonnabendmorgen. Foto: Cornelius von Tiedemann

So kalt wie am Sonnabendmorgen war es seit 1991 im April nicht mehr. Örtlich gab es mehr als fünf Grad Frost. Ungewöhnlich, sagen Meteorologen.

Eis auf den Autos, Raureif auf den Wiesen: Der Sonnabendmorgen war, nach kurzen Schneeschauern am Freitag, die zweite kalte Überraschung für viele in Dänemark.

Dass der April sprichwörtlich macht, was er will, bekamen besonders die Bewohner Mitteljütlands zu spüren: Auf minus 6,9 Grad fiel das Thermometer in der Nacht zu Sonnabend bei Isenvad, südlich von Ikast.

Laut TV2 ist es 28 Jahre her, dass es im April einmal derart kalt in Dänemark war. Am 21. April 1991 wurden demnach minus 7,3 Grad gemessen.Jesper Eriksen, Wachhabender Meteorologe beim DMI, bezeichnet die aktuellen Temperaturen als ungewöhnlich.

„Das bedeutet, dass wir vier Nächte in Folge unter fünf Grad Frost als niedrigste Temperatur im Lande hatten. In Anbetracht dessen, dass wir uns Mitte April nähern, ist das etwas außergewöhnlich“, sagt er.

Hochdruck und trockene Luft gemischt mit nur wenigen Wolken lautet das Rezept hinter der Eiseskälte. Denn die Wolken halten für gewöhnlich die Energie.

Ein Rekord ist der Sonnabendmorgen jedoch nicht. Im April 1922 wurden, berichtet Eriksen, 19 Grad Frost gemessen. Für die Autofahrer allerdings bedeutet es, den Eiskratzer noch nicht einzumotten. „Es wird weiterhin Nachtfrost kommen. Aber er wird sanfter, es geht also in die richtige Richtung“, sagt er.

„In der kommenden Woche erwarten wir sogar, dass die Temperaturen auf bis um die 15 Grad am Tage ansteigen“, so Eriksen.

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