Arbeitsmarkt

Zahl der neuen Arbeitslosen sinkt unter Normalniveau

Zahl der neuen Arbeitslosen sinkt unter Normalniveau

Zahl der neuen Arbeitslosen sinkt unter Normalniveau

cvt/Ritzau
Kopenhagen
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Peter Hummelgaard
Peter Hummelgaard bei der Pressekonferenz zum Lohnausgleich am 24. März im Kopenhagener Flughafen Foto: Ida Guldbæk Arentsen/Ritzau Scanpix

Erstmals seit dem 10. März haben sich weniger Menschen als arbeitssuchend gemeldet, als dies in den Vorjahren der Fall war. Die Regierung freut sich, dass die Hilfspakete wirken. Doch noch lässt sich kein Trend ableiten.

Der Sonnabend war der erste Tag seit mehr als zwei Wochen, an dem es weniger neue Arbeitslose als im Normalfall gegeben hat. Das zeigt die Arbeitslosenstatistik des Beschäftigungsministeriums.

508 Personen haben sich am Sonnabend in Dänemark arbeitslos gemeldet. Der Durchschnitt desselben Wochentags in derselben Kalenderwoche der vorangegangenen fünf Jahre beträgt hingegen 627 Personen.

Erstmals seit dem 10. März ist die Zahl der neuen Arbeitslosen damit an einem Tag unter diesen als Normalwert bezeichneten Schnitt gefallen.

Doch zu der Geschichte gehört auch, dass an Wochenenden generell weniger Personen neu in der Statistik auftauchen.

In den vergangenen Wochen hat die Anzahl der Arbeitslosen angesichts der Coronakrise und den damit einhergehenden Schließungen jedoch weit über dem Normalwert gelegen.

Minister: Wollen noch mehr tun

Laut Beschäftigungsminister Peter Hummelgaard (Soz.) zeigt der Rückgang, dass die Maßnahmen der Regierung Wirkung zeigen, darunter eine Regelung, durch die Unternehmen Lohnausgleich erhalten, wenn sie Mitarbeiter nicht entlassen, sondern vorübergehend nach Hause schicken.

„Wir wissen zum Beispiel, dass mehr als 10.000 Unternehmen Lohnausgleich für ihre Angestellten beantragt haben. Das bedeutet, dass zehntausende Angestellte der Entlassung oder Heimschickung ohne Lohn entgangen sind“, so der Minister in einem schriftlichen Kommentar.

Doch die Regierung wolle durchaus noch mehr tun, sagt Hummelgaard. „Deshalb stehen wir die ganze Zeit in engem Kontakt zu Arbeitnehmern und Arbeitgebern.“

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