Dänemark Kompakt

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

Der Nachrichtenüberblick am Montag

DN
Apenrade/Aabenraa
Zuletzt aktualisiert um:
Bier
Foto: Peter Kraayvanger/Pixabay

Wissen, was in Dänemark läuft – die wichtigsten Nachrichten des Tages im Überblick.

Börsenbericht

Mit einem kleinen Plus von 0,3 Prozent auf rekordhohe 1.287,52 endete der erste Handelstag der Woche. Die Aktie von Chr. Hansen gehörte mit einem Anstieg um 1,7 Prozent auf 505,60 Kronen ebenso zu den Gewinnern des Tages wie die Aktie von FLSmidth, die sogar um 2,7 Prozent auf 258,90 Kronen stieg. Das Plus von Novo Nordisk mit 0,2 Prozent auf 414,30 Kronen fiel schwächer aus.

Danfoss schließt in Kolding

Zahlreiche Angestellte der Danfoss-Fabrik in Kolding verlieren bis 2022 ihren Job, weil das Unternehmen die Produktion von dort nach Grodzisk in Polen verlegen wird. 335 Stellen werden gestrichen, teilt das Unternehmen aus Norburg in Nordschleswig am Montag mit. Die Koldinger Fabrik sei nicht geeignet, um zeitgemäße Kühl- und Klimaanlagenkomponenten herzustellen, argumentiert die Unternehmensführung. Der Beschluss sei getroffen worden, um die Wettbewerbsfähigkeit zu sichern.

 

Mobilfunk-Anbieter Fullrate schließt

Der dänische Mobilfunk- und Internetanbieter Fullrate wird abgewickelt. Das hat die Muttergesellschaft TDC am Montag mitgeteilt. Fullrate hat nach eigenen Angaben rund 200.000 Kunden, die jetzt zu YouSee transferiert werden. „Wir sammeln jetzt beide Marken bei YouSee, weil wir mit einer starken Einheit noch bessere Produkte für unsere Kunden entwickeln können“, so Michael Moyell Jull, Konzerndirektor bei Nuuday, zu Finans.dk. YouSee und Fullrate gehören seit 2009 zum selben Konzern und sind Marken der TDC-Einheit Nuuday. cvt/Ritzau

 

600 Kinder und Jugendliche vor dem Richter

600 Kinder und Jugendliche hatten einen Termin vor dem Richter des neuen Jugend-Kriminalitätsausschusses, der im Januar vergangenen Jahres eingerichtet wurde. Etwa die Hälfte der jungen Täter war unter 14 Jahre alt und damit nicht strafmündig. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Ritzau nach Akteneinsicht. Harte Sanktionen und der Besuch des Gerichts lässt sowohl den dänischen Verein der Sozialarbeiter (Dansk Socialrådgiverforening) als auch die Kinderschutzorganisation Børns Vilkår befürchten, dass sich die Kinder mit Kriminellen identifizieren und die Aufmerksamkeit Stolz erzeugt. Lone Tind Jensen, Mitglied des Ausschusses in der Kommune Esbjerg sieht jedoch, dass die Arbeit des Ausschusses etwas bewirken kann. Einige der Kinder würden vor Gericht begreifen, dass ihre Taten Konsequenzen nach sich zögen. Zudem würden die jungen Menschen auch die Hilfe von der Kommune erhalten, die sie bräuchten.

 

Chance für Nachtzüge in Dänemark

Nach Bekanntwerden von Überlegungen in Schweden, die vor Jahren eingestellten Nachtzüge zwischen dem nordischen Staat und Deutschland als Beitrag zum Klimaschutz wiederzubeleben, signalisieren auch dänische Spitzenpolitiker Interesse. Jesper Petersen, Fraktionschef der Sozialdemokraten im Folketing schlug im Gespräch mit dem „Nordschleswiger“ vor, Verhandlungen mit Schweden über die Frage zu führen, ob auch Fahrgäste in Dänemark den Nachtzug von und nach Schweden nutzen können. Gegenüber der Zeitung „Politiken“ erklärte der dänische Transportminister Benny Engelbrecht (Sozialdemokraten), der zuvor noch Nachtzugverkehr unter Beteiligung der Dänischen Staatsbahnen (DSB) abgelehnt hatte, dass Dänemark die Idee unterstützen sollte, sollte Schweden sie Realität werden lassen. Die Rentabilität der Nachtzüge, die Deutschland bedienen, ist erst kürzlich durch Senkung der Mehrwertsteuer im Bahn-Fernverkehr in Deutschland verbessert worden.

 

Fahrrad- und Mopedfahrer im Fokus der Polizei

In dieser Woche hat die Polizei ein besonderes Augenmerk auf Fahrrad- und Mopedfahrer. Im Straßenverkehr zählen sie schließlich zur besonders gefährdeten Gruppe der Verkehrsteilnehmer. Dies spiegelt sich auch in den Zahlen der dänischen Polizei wider: 2018 verunglückten 28 Fahrrad- und 10 Mopedfahrer tödlich auf dänischen Straßen. Weitere 921 Fahrradfahrer und 269 Mopedfahrer erlitten Verletzungen. Ein Teil der Verkehrsunfälle konnte auf risikoreiches Fahrverhalten der zweirädrigen Verkehrsteilnehmer zurückgeführt werden. Mopedfahrer, die zu schnell fahren, machen ein wesentliches Risiko sowohl für den Fahrer als auch die übrigen Verkehrsteilnehmer aus. Zu hohe Geschwindigkeit führt dabei auch zu Verunsicherung bei Fahrradfahrern und Fußgängern. Hinzu kommt die Lärmbelästigung, die für Anwohner oftmals Anlass zur Verärgerung ist. Die Polizei hebt besonders das Überfahren roter Ampeln, das Fahren auf Fußwegen und mangelnde Rücksichtnahme auf andere Verkehrsteilnehmer hervor. nb

 

Kommunalpolitik: Bürger werden mehr einbezogen

Es ist eine der ambitioniertesten Neuerungen der politischen Arbeitsform der Kommunen in den vergangenen Jahrzehnten. So beschreibt die Wochenzeitung „Mandag Morgen“ anhand einer neuen Analyse des Kommunalforschers Ulrik Kjær der Süddänischen Universität die kommunale Versuchsordnung, immer mehr Bürger in politische Entscheidungsprozesse einzubeziehen. „Die Kommunenvorstände sind mutig. Die Bürger werden nicht nur eingeladen, in Bürgertreffen dabei zu sein, sondern weisen sie auch in die Stadtratsarbeit ein“, so Kjær. Acht von zehn Kommunen haben spezielle Bürgerausschüsse, wo Bürger zusammen mit Politikern neue Ideen und Lösungen erarbeiten.

 

Alkoholkonsum: Tausende Jugendliche brauchen Behandlung

Rund 30.000 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 25 Jahren hatten 2019 einen solch hohen Verbrauch an Alkohol, dass sie eine Beratung oder Behandlung hätten haben müssen. Das zeigt ein neuer Bericht des Zentrums für Rauschmittelforschung, wie die Tageszeitung „Berlingske“ berichtet. Laut Anette Søgaard Nielsen, Professorin in der Abteilung für klinische Alkoholforschung der Süddänischen Universität, sei die Zahl viel zu hoch. „Ein Alkoholkonsum in den Maßen kann dazu führen, dass die Jugendlichen in Zukunft Probleme in ihrer weiteren Ausbildung bekommen. Das ist besorgniserregend“, so die Professorin. jt

 

Stagnierender Arbeitsmarkt

Im November hat sich verglichen mit dem Oktober bezüglich der Arbeitnehmer auf dem Arbeitsmarkt nicht viel verändert. Das zeigen vorläufige Zahlen der dänischen Statistikbehörde Danmarks Statistik. Insgesamt ist die Zahl der Arbeitnehmer um 200 Personen gefallen. Demnach bezeichnet die Behörde den November auch als „trägen“ Monat, wo über das gesamte Jahr pro Monat durchschnittlich 2.600 Arbeitnehmer hinzukamen. jt

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