Sicher im Winter

Sieben Tipps für Autofahrer bei glatten Straßen

Sieben Tipps für Autofahrer bei glatten Straßen

Sieben Tipps für Autofahrer bei glatten Straßen

dpa
München
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Besonders im Winter spielt das Verhalten der Autofahrer eine entscheidene Rolle für die Sicherheit Foto: dpa/Ralf Zwiebler

Wenn es draußen friert, geht es auf den Straßen oft nur im Schneckentempo voran.

Wenn es geschneit hat, geht es auf den Straßen oft nur im Schneckentempo voran. Ungeduld erhöht in diesen Situationen nur die Unfallgefahr. Gefragt sind andere Tugenden und Techniken.

1. Bremsprobe: Wie glatt sind die Straßen?

Auf glatten Straßen ist der Bremsweg länger als sonst. Wie gut die Reifen greifen, lässt sich herausfinden, indem man auf freier Strecke kurz abbremst – natürlich nur, wenn hinter einem kein anderes Auto fährt. So bekommen Autofahrer laut Tüv Süd ein besseres Gefühl für die Straßenlage.

2. Kurvenverhalten: Vorsicht an der Bremse

Lenken und dabei Gasgeben kann das Auto auf verschneitem Untergrund ausbrechen lassen. Deshalb gilt vor Kurven: runter vom Gas und gleichmäßig lenken. Wer in der Kurve bremsen muss, macht das vorsichtig – bis in den Bereich, wo das ABS anschlägt, sollte man das Bremspedal nur im Notfall durchdrücken.

3. ABS und ESP: Wichtig – aber keine Garantie

Diese Sicherheitssysteme helfen zweifellos. Doch sie nutzen nach Angaben der Experten nichts, wenn man unvorsichtig ist. Oder wie Dekra es formuliert: „Wer zu schnell in eine Kurve fährt, wird auch mit der neuesten Technik im Straßengraben oder im Gegenverkehr landen.“

Das Antiblockiersystem ABS zählen Experten neben dem Elektronischen Stabilitätsprogramm ESP zu den wichtigsten Assistenzsystemen für die Sicherheit. Foto: dpa/Bodo Marks

4. Drehzahlen: Möglichst niedrig halten

Gegen das Durchdrehen der Räder hilft es, möglichst niedertourig – also mit geringer Drehzahl – zu fahren, rät der ADAC. Kommt das Auto nicht von der Stelle, kann es einen Versuch wert sein, im zweiten Gang anzufahren.

5. Sicherheitsabstand: Viel hilft viel

Der sollte dreimal länger gewählt werden als sonst. So bleiben mehr Zeit und Platz, um zu reagieren, wenn etwa der vorausfahrende Wagen plötzlich ins Schleudern gerät, erklärt der Tüv Süd. Gefahr von Glätte besteht den Experten zufolge besonders häufig in Kreuzungsbereichen, auf Brücken und in Waldschneisen.

6. Gelassenheit: Zeitpuffer gegen Stress

Bei winterlichen Straßenverhältnissen dauert alles etwas länger. Ein grundsätzlicher, aber wichtiger Sicherheitstipp lautet darum: gelassen bleiben und lieber mehr Zeit als üblich für eine Strecke einplanen. Wer zu forsch fährt, provoziert rasch einen Unfall, warnt die Sachverständigen-Organisation Dekra.

7. Räumfahrzeuge: Ruhe bewahren

Sie sind meist langsam unterwegs – dennoch bleiben Autofahrer aus eigenem Interesse lieber hinter ihnen. Denn vor den Räumfahrzeugen ist die Straße oft noch gefährlich glatt, erklärt der Tüv Süd. Kommen sie einem auf der anderen Fahrspur entgegen gefahren, hält man sich möglichst weit rechts, um die Gefahr einer Kollision zu minimieren: Die Schneeschaufel ist oft breiter als das Räumfahrzeug.

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