LIET

Geld für den Song Contest der Minderheiten

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
Apenrade/Nordschleswig
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Beim LIET – dem Eurovision Song Contest für Minderheitensprachen – 2018 in Leeuwarden nahmen 14 Musiker und Bands teil. Foto: LIET

Musiker aus Minderheiten kommen 2020 nach Nordschleswig, um an einem ganz besonderen Musik-Wettbewerb teilzunehmen. Veranstalter ist der Bund Deutscher Nordschleswiger.

Liet International

Das Musikfestival Liet wurde 2002 in Leeuwarden gegründet, um Musikern aus autochthonen Minderheiten (und Sprachminderheiten) die Möglichkeit zu geben, in ihrer Sprache aufzutreten. Seit 2006 wird der Musikwettbewerb an verschiedenen Orten in Europa durchgeführt. 2020 in Apenrade/Aabenraa, Nordschleswig.

2018 gewann die Band „The Rowan Tree" aus Cornwall, England. Die Band musste durch Crowdfunding das nötige Geld einsammeln (2.000 Kronen), um überhaupt zum Wettbewerb reisen zu können.

2020 findet in Nordschleswig der Musik-Wettbewerb LIET statt. Es ist sozusagen der Eurovision Song Contest für Minderheitensprachen. Der Bund Deutscher Nordschleswiger hat von der Kommune Apenrade gerade die Zusage über eine Förderung in Höhe von 50.000 Kronen erhalten.

„Wir freuen uns sehr über den Zuschuss und darüber, dass die Kommune Apenrade den 2020- und Genforenings-Feierlichkeiten auch eine europäische Perspektive gibt", sagt BDN-Kulturkonsulent Uffe Iwersen. Zuvor hatte der BDN die Veranstaltung aus seinen 2020-Mitteln bereits mit 100.000 Kronen gefördert. Damit steht fast die Hälfte des Budgets über 365.000 Kronen.

„Wir sind dabei, weitere Stiftungen anzuschreiben und werden, falls nötig, auch private Sponsoren suchen", sagt Uffe Iwersen.

Beim LIET-Wettbewerb 2018 bei den Westfriesen in Leeuwarden (Niederlande) nahmen 14 Musiker und Bands teil. Uffe Iwersen hofft – passend zu 2020 – auf 20 Teilnehmer. Die treten dann am 3. April im Apenrader Gazzværket zum Halbfinale an, während am Tag darauf das Finale ausgetragen wird – mit Aftershow und -Party.

Das Halbfinale wird als Schülerkonzert veranstaltet, während das Finale öffentlich ist. Das heißt: Es können dazu später Karten gekauft werden.

Im Laufe der kommenden Monate kommen die LIET-Veranstalter nach Nordschleswig, um sich über den Standort zu informieren.

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