Deutsche Minderheit

Abschiedsfeier mit Tränen, Lachen und guten Wünschen

Abschiedsfeier mit Tränen, Lachen und guten Wünschen

Abschiedsfeier mit Tränen, Lachen und guten Wünschen

Apenrade/Aabenraa
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Auf dem obligatorischen Abgangsfoto wurden die 14 Mädchen und 8 Jungen des neunten Schuljahres zusammen mit Schulleiterin Catarina Bartling (2. R., l.) und Klassenlehrerin Semira Werner (2. R., r.) an der Treppe zum Schulhof fotografiert. Das komplette Foto mit allen Namen befindet sich am Artikelende. Foto: Click Foto/Von Münchow

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Die Deutsche Privatschule Apenrade verabschiedete 22 Neuntklässlerinnen und -klässlern.

22 junge Menschen haben am Donnerstagabend an der Deutschen Privatschule Apenrade (DPA) ihre Abgangszeugnisse in Empfang genommen und gehen jetzt einem neuen Lebensabschnitt entgegen. Den Eltern und anderen Gästen wurde beim Anblick der festlich gekleideten Schulabgängerinnen und -gängern deutlich, dass aus den ABC-Schützinnen und -Schützen von vor zehn Jahren mittlerweile eigenständige Persönlichkeiten geworden sind.

Klassenlehrerin Semira Werner äußerte sich deshalb in ihrer Ansprache auch überzeugt, dass die jungen Menschen schon ihren Weg machen werden. Das Rüstzeug dafür hätten sie an der DPA erhalten.

Semira Werner (r.) wurde sowohl von den Schülerinnen und Schülern als auch von Eltern mit Geschenken bedacht. Die Klassenlehrerin hatte einige der Abgängerinnen und Abgänger schon seit vier Jahren unter ihren Fittichen. Da sind enge Bindungen entstanden. Foto: Anke Haagensen

Märchenhafte Schulzeit

Eigentlich hatte sie gar keine Rede halten wollen, räumte die Klassenlehrerin ein. Sie griff stattdessen in die Trickkiste. Mit der Analyse von Märchen kennt sie sich als Dänischlehrerin aus, verglich die Schulzeit der Jugendlichen mit einem Märchen und wandte die dänische Analysemethode „Hjem-Ude-Hjem“ an. „Glaubt mir“, sagte sie, „das ,ude’ fängt erst jetzt nach der DPA für euch an.“ Ihre Ansprache begann mit „Es war einmal …“ und sie hätte sie eigentlich dann auch mit „… und sie lebten glücklich bis zum Ende ihrer Tage“ abschließen müssen. „Das kann ich euch aber nicht versprechen, aber von ganzem Herzen wünschen, kann ich euch das“, sagte sie hörbar gerührt. Abschließend zeigte sie bei einer Diashow Bilder aus den gemeinsamen Jahren, die sowohl Lacher als auch andere Emotionsbekundungen im Publikum auslöste.

Höhepunkt der Bilderschau waren sicherlich die Schnappschüsse von der gemeinsamen Skifahrt nach Norwegen.

Klassensprecherin Victoria Lauesen dankte sowohl den Mitarbeitenden der Schule als auch ihren Klassenkameradinnen und -kameraden. Foto: Anke Haagensen

Dank der Klasse

Diese letzte gemeinsame Klassenfahrt stand dann auch im Mittelpunkt der Rede von Klassensprecherin Victoria Lauesen. Sie dankte mit vielen warmen Worten der Schule und dem Kollegium für die tolle Zeit und auch ihren Klassenkameradinnen und -kameraden für den supercoolen Zusammenhalt. „Wegen Corona haben wir nicht so viel erlebt wie die Klassen vor uns. Aber einiges haben wir dann doch erlebt“, sagte sie und erinnerte an einen Zwischenfall gleich zu Beginn der Norwegenfahrt, als ihr Bus umkippte. Es wurde niemand verletzt, aber einige Jugendlichen erhielten ihre Koffer erst mit Verspätung.

Schülerin Leyla Backmann hatte nicht nur besondere „Buchigel“ für Schulleiterin Catarina Bartling, Schulsekretärin Doris Bremer und Klassenlehrerin Semira Werner gebastelt, sondern hatte für jeden Mitarbeitenden an der Schule einen kreativen Fensterschmuck (Foto) hergestellt. Foto: Anke Haagensen

Dank der Elternschaft

Während Victoria ihre Rede auf Dänisch hielt („Weil ich es nicht geschafft habe, sie zu übersetzen“, wie sie entwaffnend ehrlich zugab.), wandte sich ihr Vater Frank Lauesen auf Deutsch an die Schulabgängerinnen und -gänger.

Aktuelle und ehemalige DPA-Schülerinnen und -schüler trugen unterstützt von Pianistin Julia Tabakova und Musiklehrerin Berit Kynde zur musikalischen Unterhaltung des Abends bei. Foto: Anke Haagensen

„Die ganze Welt liegt vor euren Füßen und mit den zwei oder sogar drei Sprachen, wenn man Englisch hinzuzählt, haben ihr etwas geschenkt bekommen, womit man auch ,Geld machen’ kann“, sagte er augenzwinkernd. Das Geldverdienen an sich sei dabei gar nicht das wichtigste. Viel wichtiger seien die Freude und der Spaß am Leben und dafür wünschte er allen „viel Glück“.

In die gleiche Kerbe schlug Anja Weichenthal, deren Sohn Mattis erst in der 6. Klasse an die DPA wechselte. „Ich weiß, dass die letzte Zeit speziell war und viele Herausforderungen bot, aber alle haben ihr Bestes gegeben. Das Projekt kann deshalb als erfolgreich abgeschlossen angesehen werden“, sagte die Mutter auch an die Lehrkräfte gewandt.

Die Zeugnisse überreichte Schulleiterin Catarina Bartling. Foto: Anke Haagensen

Tolle Entwicklung

„Wir haben verfolgt, wie ihr erwachsen geworden seid. Es war eine Freude zu sehen, wie ihr euch entwickelt habe. Ihr seid selbstständig geworden und wisst, wie es nach dem Sommer weitergeht, aber ihr habt alle Zeit der Welt euch zu entscheiden, was ihr später längerfristig machen wollt“, gab Schulleiterin Catarina Bartling den jungen Menschen mit auf den Weg, bevor sie die Zeugnisse verteilte.

Untere Reihe (v. l.): Filippa Østebø Rømer, Isabella Ch. Møller, Gioia E. Funder, Albertine Tvede Hansen, Stella Petry, Maya Søndergaard und Karen E. Lausten 2. Reihe (v. l.): Ronja-Maria Knobloch, Victoria M. Holm, Malou N. Rasmussen, Victoria A. Lauesen, Leyla Backmann, Hanne Mærsk Johannsen, Marie L. Bjerregaard und Semira Werner (Klassenlehrerin) 3. Reihe (v. l.): Catarina Bartling (Realschulrektorin), Mattis Weichenthal, Thorius Beuschau Jordt, Emil A. Gehrke Klindt, Nicklas S. Helms, Erik Alnor Mørch Pedersen und Malthe Stage Erichsen 4. Reihe (v. l.): Lennard Klindt Hünersen und Ahmet C. Ipekli Foto: Click Foto/Von Münchow
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