Naturschutz

Frühjahrsputz im Spätsommer

Frühjahrsputz im Spätsommer

Frühjahrsputz im Spätsommer

Störtum/Styrtom
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Der Vorsitzende des Anwohnervereins Störtums meint, einen Sinneswandel bei den Menschen feststellen zu können. Es wird nicht mehr so viel Müll achtlos in die Natur geworfen, ist zumindest seine Einschätzung. In Störtum haben die Müllmengen in den vergangenen Jahren abgenommen. Foto: Karin Riggelsen

Der Anwohnerverein von Störtum beteiligt sich an der verschobenen „Ren Dag“-Veranstaltung der Naturschutzorganisation.

Normalerweise ruft die Naturschutzorganisation „Danmarks Naturfredningsforening“ jeweils am letzten April-Sonntag landesweit dazu auf, die Natur von Müll zu befreien. Der traditionelle Frühjahrsputz fiel in diesem Jahr dem Corona-Shutdown zum Opfer.

Der sogenannte „Ren Dag“ (deutsch: Reiner/SaubererTag) wird allerdings nun am kommenden Sonnabend, 19. September, nachgeholt.

Corona schränkt die Putzlust ein

Normalerweise beteiligen sich ganz viele Vereine und Einrichtungen an dieser Aktion. Wegen der geltenden Corona-Richtlinien haben sich viele der lokalen Veranstalter jedoch entschieden, in diesem Jahr keine Putzkolonne zu organisieren. Dazu gehört auch die Lokalredaktion des „Nordschleswigers“ in Apenrade.

Soweit der Zeitung bekannt, hat in diesem Jahr in der gesamten Kommune Apenrade nur der Anwohnerverein von Störtum eine offizielle Müllsammelveranstaltung angemeldet.

Bitte nicht helfen

Wer nun überlegt, den Anwohnern von Störtum bei der Aktion helfen zu wollen, dem muss dieser Zahn gezogen werden.

„Wir müssen in diesem Jahr leider jede Hilfe von außen ablehnen. Wir haben wegen der Corona-Restriktionen lange überlegt, ob wir in diesem Jahr überhaupt mitmachen sollten, sind aber zu dem Schluss gekommen, dass wir sämtliche Abstands- und Hygieneregeln einhalten können – allerdings nur, weil sich hier in Störtum stets eine überschaubare Personenzahl beteiligt. Wir sind normalerweise um die 15 bis 20 Frauen und Männer. Viel mehr können wir allerdings auch nicht sein, dann wird es mit den Corona-Richtlinien schon schwierig“, sagt der Vorsitzende des Anwohnervereins, Hans Lützen.

Störtumer schon lange dabei

Die Störtumer beteiligen sich schon seit vielen Jahren an dem jährlichen Aktionstag. „Ich bin erst seit vier Jahren Vorsitzender, aber beim ,Ren Dag‘ haben wir mindestens schon zehn Jahre mitgemacht“, erzählt Hans Lützen.

Er glaubt, einen Sinneswandel in der Bevölkerung feststellen zu können. „Zumindest bei uns in Störtum hat die Müllmenge über die Jahre abgenommen“, stellt Lützen erfreut fest.

Nichtsdestotrotz bewaffnen sich die Störtumer am Sonnabend wieder mit Greifern und Plastiktüten, um die Straßenränder und öffentlichen Flächen von Dosen, Zigarettenkippen, Plastiktüten und Eispapier zu befreien.

Würstchen als Belohnung

Die Versorgungsgesellschaft der Kommune Apenrade, Arwos, unterstützt den „Ren Dag“, indem sie Müllsäcke zur Verfügung stellt und diese am Ende des Tages auch an verabredeter Stelle abholt. Darüber hinaus bietet Arwos stets an, die Kosten für ein gemeinsames Frühstück vor der Aktion oder auch ein stärkendes Würstchenessen nach getaner Arbeit zu übernehmen.

„Dieses Angebot nehmen wir in diesem Jahr erstmals an. Wir haben uns für das Würstchenessen entschieden“, erzählt der Vorsitzende des Störtumer Anwohnervereins schmunzelnd.

Der Artikel wurde am Montag, 21. September, berichtigt. Die Putzaktion wurde vom Anwohnerverein Störtum/Styrtom und nicht – wie ursprünglich geschrieben – vom Anwohnerverein Stübbek/Stubbæk veranstaltet. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen.

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