Wirtschaftshafen

Hafen hat trotz Corona viel zu tun

Hafen hat trotz Corona viel zu tun

Hafen hat trotz Corona viel zu tun

Apenrade/Aabenraa
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Die Ladung des Frachters „Halland" wird gelöscht. Es handelt sich um Soja. Foto: Karin Riggelsen

Im März dieses Jahres gingen fast doppelt so viele Tonnen über die Apenrader Kaianlagen als im Vorjahr.

Die Güterumschlagsmenge des Apenrader Hafens liegt zwar nach dem ersten Jahresviertel etwas unter dem Vorjahresergebnis, dennoch ist der Apenrader Hafendirektor zuversichtlich, dass das verlorene Terrain im nächsten Quartal – trotz Corona – wieder aufgeholt werden kann.

Am Donnerstagabend legten zwei Schiffe im Apenrader Hafen an. Die „Osa“ war mit Kalk, die „Halland“ mit Soja beladen. Sie waren eigentlich schon für den Mittag in Apenrade erwartet worden, hatten sich jedoch wegen des starken Windes verspätet.

Reger Betrieb

Am Freitag herrschte deshalb reger Betrieb an den Kaianlagen. Leere und voll beladene Lkw fuhren den Gammelhavn entlang. An der Waage standen die Fahrzeuge fast schon Schlange.

Der Hafen ist anscheinend nicht von der allgemeinen Corona-Krise betroffen. „Nein, tatsächlich werden vom Apenrader Hafen aus hauptsächlich Baustoffe geliefert. Und diese Branche scheint zumindest noch nicht vom Coronavirus beeinträchtigt zu sein", stellt Hafendirektor Henrik Thykjær auf Anfrage des „Nordschleswigers“ fest.

Leichter Rückgang im ersten Quartal

„Die Umschlagsmenge ist im gerade abgeschlossenen ersten Jahresviertel im Vergleich zum Vorjahr leicht zurückgegangen – und zwar um etwa sieben Prozent, aber ich denke, wir können das im nächsten Quartal schon wettmachen. Zumindest liegen wir jetzt, allein was die Baustoffe angeht, ein gutes Stück über den Zahlen des Vorjahres“, sagt Thykjær.

März-Statistik macht Mut

Seine Zuversicht wird durch die März-Statistik des Apenrader Hafens befeuert. Die Umschlagsmenge lag im März 2020 bei 136.600 Tonnen. 29 Schiffe wurden an den hiesigen Kaianlage be- und entladen. Im Vorjahr waren es 83.000 Tonnen – verteilt auf 19 Schiffe.

Keine besinnlichen Ostertage

Auch Ostern wird nicht wirklich besinnlich für die Mitarbeiter des Hafens. In der kommenden Woche werden insgesamt sieben Schiffe in Apenrade erwartet mit Baustoffen und Futtermitteln. Am schwersten beladen ist die „Splittness“. Sie bringt am Ostersonntag 18.000 Tonnen Bruchstein nach Apenrade und verlässt den Hafen schon am Ostermontag vollbeladen mit Sand.

Schutzmaßnahmen werden eingehalten

Corona ist natürlich auch ein Thema im Hafen. Die Schutzmaßnahmen werden auch hier streng befolgt. Die Mannschaft ist reduziert. Allerdings gibt es keine Probleme, die Schiffsladungen zu löschen. „Die Kollegen sitzen ja jeweils allein auf dem Bock ihrer Maschinen. Da gibt es kein Problem mit den Abstandsregeln. Auf die gemeinsamen Pausen in der Kantine müssen die Männer allerdings verzichten“, erläutert Jette Hviid Hansen. Sie ist im Hafenbüro für Zahlen und Finanzen verantwortlich.

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