Hübscher(er) Stadtteil

Hausbesitzer an die Malerpötte!

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin
Apenrade/Aabenraa
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Mit Straßenmöbeln und frischer Farbe soll das nördliche Ende der Apenrader Fußgängerzone attraktiver gestaltet werden. Foto: Kommune Apenrade

Apenrader Stadtrat bietet die finanzielle Bezuschussung privater Verschönerungsprojekte im Nørreportviertel an.

Der Apenrader Stadtrat hat auf seiner März-Sitzung am Mittwoch 3,98 Millionen, also fast 4 Millionen Kronen, in die Hand genommen, damit viele der Verschönerungsmaßnahmen im Nørreportviertel jetzt auch realisiert werden können, die so in Zusammenarbeit mit Anwohnern, Immobilienbesitzern und dem Einzelhandelsverein im Vorfeld erarbeitet und in einem Straßenhandbuch (dän.: gademanual) festgehalten wurden.

Exakt eine Million Kronen ist davon für private Verschönerungsprojekte abgesetzt. Möchte ein Hausbesitzer oder Anlieger der Fassade seines Hauses einen neuen Anstrich verpassen, kann er aus diesem Sondertopf einen Zuschuss beantragen.

Darüber hinaus soll das zur Verfügung gestellte Geld dazu genutzt werden, das noch triste nördliche Ende der Apenrader Fußgängerzone attraktiver zu gestalten. So sollen Straßenmöbel und Blumenkübel aufgestellt, leer stehende Schaufenster mit attraktiven Folien beklebt und neue Straßenlampen angebracht werden.

Anwohner, Hausbesitzer und Gewerbetreibende werden noch gezielt über die verschiedenen Möglichkeiten unterrichtet, können sich aber schon über die Homepage www.fremtidensaabenraa.dk informieren.

So könnten die Stadtmöbel aussehen. Foto: Kommune Apenrade

Möbelbau als Schülerprojekt

Die Apenrader Stadtplaner haben schon gewisse Vorstellungen skizziert, wie die Straßenmöbel aussehen könnten. Wer sie allerdings herstellen soll, ist noch gar nicht besprochen worden. Die sozialdemokratische Stadtratsabgeordnete Signe Bekker Dhiman berichtete ihren Kollegen auf der Stadtratssitzung am Mittwoch über die guten Erfahrungen aus der nördlichen Nachbarkommune Hadersleben. Hier hätten Schüler der örtlichen Produktionsschule ähnliche Möbel hergestellt. Obwohl die Möbel an äußerst exponierter Stelle stünden, gebe es kaum Probleme durch Vandalismus. Die Jugendlichen seien stolz auf die Möbel und hätten offensichtlich eine Art Eigentümerschaft übernommen, so Signe Bekker.

Darüber hinaus erinnerte die Stadtratspolitikerin an die Partnerschaftsabsprache der Kommune Apenrade mit der berufsbildenden Schule EUC. Die Herstellung der Straßenmöbel könnte eventuell als Gemeinschaftsprojekt durchgeführt werden, schlug sie vor, und erntete dafür allgemeine Zustimmung im Rathaussaal.

Arbeitsmarktausschussvorsitzender Ejler Schütt (Dänische Volkspartei) machte zudem den Vorschlag, die Produktion von Straßenmöbeln eigne sich womöglich auch als Beschäftigungsprojekt.

Die Visualisierung der Apenrader Stadtplaner gibt einen kleinen Eindruck davon, wie der "untere" Teil der Apenrader Fußgängerzone aussehen könnte. Foto: Kommune Apenrade
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