Wachsendes Problem

Kommune Apenrade erklärt dem Japanknöterich den „Krieg“

Kommune Apenrade erklärt dem Japanknöterich den „Krieg“

Kommune Apenrade erklärt dem Japanknöterich den „Krieg“

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Apenrade/Aabenraa
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Der Japanische Staudenknöterich steht auf der schwarzen Liste der Umweltbehörde. Foto: Dänische Umweltbehörde/Miljøministeriet

Noch wird nach der besten Methode gesucht, der invasiven Art den Garaus zu machen.

Der Japanische Staudenknöterich, auch Japanknöterich oder Kamtschatka-Knöterich genannt, ist eine der invasiven Pflanzenarten, die sich hierzulande offensichtlich sehr wohlfühlt. Der Kommune Apenrade sind 130 Standorte allein in ihrem relativ beschränkten Gebiet bekannt.

Wegen seiner Schnellwüchsigkeit und Widerstandsfähigkeit verdrängt er die hiesige Flora, weshalb das Umweltministerium den Japanknöterich auch auf seine schwarze Liste gesetzt hat.

Der Ausschuss für Technik und Umwelt in der Kommune Apenrade hat auf seiner Sitzung am Mittwoch beschlossen, in den kommenden fünf Jahren jeweils 50.000 Kronen in den Kampf gegen die Pflanze zu stecken.

Es hat sich allerdings bislang als sehr schwierig erwiesen, dem Japanknöterich beizukommen, da ein Pflanzenteil von nur 0,7 Zentimetern ausreicht, um eine neue Pflanze entstehen zu lassen.

Am besten wäre es, die Pflanzen mit ihrer zum Teil zwei Meter tiefen Wurzel auszugraben.

Da dies selten möglich ist, werden aktuell Erfahrungswerte gesammelt. Mehrmaliges Umpflügen, der Einsatz von Fettsäure und Roundup sind einige der bislang probierten Methoden.

„Wir werden die Pflanze kaum ganz ausrotten können. Wir wollen sie aber in Schach halten“, formuliert der 2. Vorsitzende des Ausschusses für Technik und Umwelt, Kurt Andresen (Schleswigsche Partei, SP) die realistische Zielvorgabe.

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