Streit

Loddenhoi: Jollengilde nimmt keine Rücksicht

Loddenhoi: Jollengilde nimmt keine Rücksicht

Loddenhoi: Jollengilde nimmt keine Rücksicht

Paul Sehstedt
Loddenhoi/Loddenhøj
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So sieht es derzeit am Loddenhoier Strand aus. Hinter Absperrungen liegt die Baustelle. Der abgerissene Steg ist gut erkennbar. Foto: Paul Sehstedt

Die Gegner des Jollenhafens beklagen den Abriss des Badesteges – und die Kommune gibt ihnen nun recht. Die Aktion sei nicht genehmigt worden, heißt es aus dem Rathaus.

Der Bau des Jollenhafens am Strand von Loddenhoi/Loddenhøj ist seit Jahren ein Zankapfel von Befürwortern und Gegnern. Auch im Stadtrat gab es wegen der Pläne mehrmals zum Teil hitzige Wortgefechte. Nun gibt es einen weiteren Streitpunkt.

„Der Strand ist mit einem Gitterzaun abgesperrt und der Badesteg ist entfernt worden“, beklagt Birte Schultz, Vorsitzende der Initiative „Loddenhøj Bevar NaturStranden“, die sich erfolglos gegen den Bau eines Jollenhafens am Loddenhoier Strand gestellt hat und seit Baubeginn die Arbeiten kritisch mitverfolgt.

„Ich habe mit der Kommune gesprochen, und von ihrer Seite hat die Jollengilde keine Genehmigung erhalten, um so vorzugehen. Durch das Aufschütten des Strandgebietes steht der Steg fast ausschließlich auf dem Land und ist eigentlich nutzlos. Die Campingplatzpächter sind von den Bauarbeiten stark betroffen, da weniger Strandgäste ihren Kiosk besuchen.“

Ich habe mit der Kommune gesprochen, und von ihrer Seite hat die Jollengilde keine Genehmigung erhalten, um so vorzugehen.

Birte Schulz, „Loddenhøj Bevar NaturStranden“

„Der Nordschleswiger“ stellte am Ort des Geschehens fest, dass ein Teil des Badestrandes südlich des Jollenhafens mit einem Bauzaun abgesperrt worden ist. Spuren im Sand deuteten darauf hin, dass große Baumaschinen auf dem Strand verkehrten. Zwei Übergangsstücke des Badestegs waren zur Seite gelegt worden, damit die Baufahrzeuge passieren konnten. Ein größeres Strandareal war mit grauem Meeressand erweitert worden. „Hat die Jollengilde versäumt, für diese Arbeiten eine Genehmigung bei der Kommune einzuholen“, fragte, „Der Nordschleswiger“ Stig Werner Isaksen, Direktor der kommunalen Verwaltung für Kultur, Umwelt und Gewerbe.

Genehmigung hätte eingeholt werden müssen

„Die Jollengilde hätte eine Genehmigung für den Abbau des Badesteges beantragen müssen“, erklärt Isaksen. „Wir werden uns daher an sie wenden, damit wir erfahren können, was geschehen ist. Ich glaube jedoch, dass der Abbau zwischenzeitlich und für die Durchführung der Bauarbeiten nötig ist. Die Kommune wird verlangen, dass der Steg so schnell wie möglich wieder aufgestellt wird.“

Die Campingplatzpächter wollten sich nicht öffentlich zu den Vorgängen äußern.

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