Klimademo

Naturschützer gehen auf die Straße

Naturschützer gehen auf die Straße

Naturschützer gehen auf die Straße

Anke Haagensen
Anke Haagensen Lokalredakteurin - Apenrade
Apenrade/Aabenraa
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Immer wieder müssen bei Hochwassergefahr Sandsäcke in Apenrader Hafen ausgelegt werden. Foto: Karin Riggelsen

Ein Klimamarsch durch die Apenrader Innenstadt am Sonnabend soll die Bürger und Politiker aufrütteln und zum Nachdenken und Mitmachen animieren.

„Dass unsere Klimademo mit der Tierschau zusammenfällt, ist reiner Zufall. Der Klimamarsch am Sonnabend ist eine landesweite Aktion und diese ist ausschließlich an den Termin der Folketingswahl gekoppelt. Wir hatten keinerlei Einfluss auf den Termin. Am Sonnabend finden landesweit Klimamärsche statt“, unterstreicht Uwe Lindholdt, Vorstandsmitglied des dänischen Naturschutzvereins (DN) in Apenrade und Mitorganisator der hiesigen Klimademo.

Folkets Klimamarch Aabenraa:

Sonnabend, 25. Mai 2019 von 13 bis 16 Uhr auf dem Apenrader Storetorv; Veranstalter: Danmarks Naturfredningsforening (DN)

Klimademo soll Wähler wachrütteln

Mit dem sogenannten Klimamarsch wollen die Naturschützer landesweit die Bürger – und in Anbetracht der bevorstehenden Wahlen – die stimmberechtigten Bürger und natürlich auch die politischen Kandidaten wachrütteln – im wahrsten Sinne des Wortes; dieser Überzeugung ist zumindest Lindholdt.

„Apenrade hinkt hinterher und muss aufgerüttelt werden. Wir sind in der Bringschuld“, so das DN-Vorstandsmitglied. „Die Kommune war bis 2014 offiziell eine Klimakommune und war vertraglich verpflichtet, ihre CO2-Emission pro Jahr um zwei Prozent zu reduzieren. Dann kam in unserer Kommune der ,Regime‘-Wechsel und der Vertrag zwischen Kommune und dem Naturschutzbund wurde aufgehoben“, bedauert Lindholdt diese Entscheidung des damaligen Stadtrates.

Hochwasser: Apenrade gehört zur Top Ten der gefährdetsten Kommunen Dänemark

Die Kommune Apenrade gehört zu den zehn Kommunen des Landes, die als besonders hochwassergefährdet eingeschätzt werden. In Zusammenarbeit mit den Wasserlaufverbänden und staatlichen Behörden arbeitet die Kommune schon seit einiger Zeit an Strategien zur Anpassung an den Klimawandel und zur Katastrophenvorsorge, doch das reicht dem Naturschutzverein nicht.

Solidarität zeigen

„Man sollte nicht nur vorbeugende Maßnahmen treffen, sondern sich auch solidarisch am Klimaschutz durch Einsparung von CO2 beteiligen“, findet Lindholdt. Er fordert deshalb alle Apenrader auf, sich am Sonnabend an der Kundgebung in Apenrade zu beteiligen.

Treffpunkt: Storetorv

„Wir treffen uns um 13 Uhr auf dem Storetorv. Von hier ziehen wir durch die Stadt und landen dann wieder auf dem großen Platz in der Innenstadt. Dort sind ein paar Reden, aber auch ein paar unterhaltende Aktivitäten vorgesehen. Auch wenn Klimaschutz und Klimawandel sehr ernste Themen sind, so muss doch auch Platz für Humor und Unterhaltung gegeben sein“, findet Lindholdt.

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