„Unge på Toppen“

Vierte Auflage des Erfolgsprojektes liegt auf Eis

Vierte Auflage des Erfolgsprojektes liegt auf Eis

Vierte Auflage des Erfolgsprojektes liegt auf Eis

Apenrade/Aabenraa
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Der Startschuss für die abschließende Tour fällt immer am Apenrader Rathaus. Foto: Archiv

72 der 90 jungen Menschen, die bislang von der Kommune Apenrade auf eine strapaziöse Radtour geschickt wurden, sind in Arbeit oder Ausbildung. Fortsetzung 2020 erwünscht!

Die Corona-Einschränkungen bedeuten, dass die Kommune Apenrade ihr Erfolgsprojekt „Unge på Toppen“ (das man ganz frei übersetzt als „Junge Gipfelstürmer“ bezeichnen könnte) momentan nicht fortsetzen kann.

In den drei vorherigen Jahren wurden jeweils 30 junge Sozialhilfeempfänger nach entsprechendem Vortraining auf eine strapaziöse Radtour mitgenommen.

2017 und 2019 radelten die Projektteilnehmer von Apenrade nach Frankreich. Am Ende ihrer anstrengenden Fahrt musste dann noch der berühmt-berüchtigte Anstieg zum Alpe D’Huez erklommen werden.

Weg von der Sozialhilfe

2018 lautete das Ziel zwar „nur“ Skagen im Norden Dänemarks; der Erfolgsrate hat dies jedoch keinen Abbruch getan. „Von den 90 jungen Menschen, die an unserem Projekt teilgenommen haben, sind aktuell 72 in Arbeit oder Ausbildung“, freut sich der Vorsitzende des Arbeitsmarktausschusses, Ejler Schütt (Dänische Volkspartei, DF), über diesen Zwischenstand.

Für viele hatte die Teilnahme an dem Projekt den erhofften Hallo-Wach-Effekt. Sie verdienen ihr eigenes Geld und sind nicht mehr von Sozialhilfe und anderen Transferleistungen aus öffentlicher Hand abhängig.

Struktur und Selbstvertrauen

Das Projekt, das die Kommune Apenrade erfunden hat, und das auch schon einige Nachahmer auf den Plan gerufen hat, bringt Struktur in einen oftmals tristen Alltag, vermittelt ihnen Selbstbewusstsein, Selbstvertrauen und auch Selbstdisziplin. An das Projekt ist auch ein Berufspraktikum geknüpft. Nur wer beides unter einen Hut bringt – Training und Praktikum – kann letztendlich auch die krönende Radtour mitmachen.

Aufgeschoben ist nicht aufgehoben

Coronabedingt liegen die Vorbereitungen für die diesjährige Ausgabe von „Unge på Toppen“ auf Eis. Normalerweise stünden die Projektteilnehmer schon lange im Training und würden auch schon ihre Berufspraktika durchführen.

„Wir hoffen aber, dass wir in diesem Jahr noch eine Gruppe zusammenstellen und losschicken können“, sagt Schütt.

Wegen der Corona-Einschränkungen wird in diesem Jahr keine Frankreichfahrt durchgeführt werden können, weshalb wahrscheinlich wieder Skagen angesteuert wird.

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