Haushalt 2020

Von Grün auf Gelb: Kommunale Finanzen unter Druck

Von Grün auf Gelb: Kommunale Finanzen unter Druck

Von Grün auf Gelb: Kommunale Finanzen unter Druck

Apenrade/Aabenraa
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Foto: Moritz Kindler/Unsplash (Symbolfoto)

Unvorhersehbare Extraausgaben belasten die kommunale Kasse. Davon, wie die Kommune das zu ändern will, berichtete der Bürgermeister nach der Ökonomieausschusssitzung.

„Die Farbe der Ampel hat von Grün auf Gelb gewechselt.“ Mit diesem Satz beschreibt Bürgermeister Thomas Andresen die derzeitige finanzielle Situation der Apenrader Kommune, nachdem der Ökonomieausschuss jüngst tagte. Die Nachricht ist eine Zusammenfassung der Herausforderungen, der die Kommune derzeit gegenübersteht. Durch Mehrausgaben beim öffentlichen Transport und dem Arbeitsmarkt fehlen im kommenden Jahr nämlich Gelder im Haushalt.

Transportkosten höher als erwartet

Entstanden ist der Geldmangel unter anderem durch Ausgaben beim öffentlichen Transport. So gab es überdurchschnittlich viele Schüler, die eine der drei Spezialeinrichtungen in der Kommune besuchen. Sie müssen vom Wohnort zur Schule gebracht werden – und das schlägt in der Kommunalkasse zu Buche. Im Landesdurchschnitt sind es fünf Prozent der Schüler, die in solchen Spezialschulen betreut werden. In der Kommune Apenrade sind es dagegen sieben Prozent.

Deshalb soll nun eine halbe Million Kronen bereitgestellt werden, um herauszufinden, welche Herausforderungen diese jungen Menschen mitbringen. Auf Basis dieser Untersuchungen will die Kommune dann herausfinden, ob diese Schüler in der Volksschule unterrichtet werden könnten, „um sie nach Möglichkeit in ihrem gewohnten Umfeld zu lassen“, wie der Bürgermeister erklärte.

Wechsel in den Vorruhestand

Eine weitere finanzielle Herausforderung, der die Kommune gegenübersteht, ist der Arbeitsmarkt. Ein Teil der Bürger, die bisher in einem „Flexjob-Verlauf“ waren, geht nämlich in Frührente. Das ist nach einer Gesetzesänderung möglich und war so nicht in den Haushalt eingeplant. Und dieser Posten belastet die Apenrader Kasse zusätzlich.

Allerdings konnte Thomas Andresen auch Positives aus dem Ökonomieausschuss berichten. „Weil 30 der 120 kommunalen Projekte in der kommenden Zeit abgeschlossen werden und davon einige weniger verbraucht haben als berechnet, wandert dieser Überschuss in den sogenannten Plus-Minus-Topf. Und das gibt uns wieder ein wenig Spielraum.“
Trotz aller Herausforderungen ist sich Thomas Andresen sicher, dass es im kommenden Jahr zu einem ausgglichenen Haushalt kommen wird.

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