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Autosuchfahrt: Per Schätzung zum Sieg

Autosuchfahrt: Per Schätzung zum Sieg

Autosuchfahrt: Per Schätzung zum Sieg

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Mölby/Mølby
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Bei Kaffee und Kuchen ließen die Teilnehmer die Autosuchfahrt in der ehemaligen Deutschen Schule Mölby ausklingen. Foto: Privat

Kein Frühling ohne Autosuchfahrt: In diesem Jahr organisierten Christian und Mette Kock die Traditionsveranstaltung des BDN Ortsvereins Sommerstedt und warteten im Ziel mit einer besonders kniffligen Aufgabe auf die Teilnehmer.

Bei schönstem Wetter brachen 20 Teilnehmer am Sonnabend, 8. Mai, zur traditionellen Autosuchfahrt des BDN Ortsvereins Sommerstedt auf. Gemäß der Tradition liegt es in der Verantwortung der Vorjahressieger, die kommende Autosuchfahrt zu planen. „Manchmal wird aber auch gewürfelt“, gibt Christian Kock zu bedenken, der zusammen mit seiner Frau Mette für die Organisation der diesjährigen Autosuchfahrt verantwortlich war. Wie die beiden zu der Ehre gekommen sind, wisse er nach eigener Aussage nicht mehr. „Aber ich glaube, wir haben gewonnen“, sagt Kock lachend.

Von Kindesbeinen an dabei

Für Kock, der seit Kurzem Vorsitzender des Landwirtschaftlichen Hauptvereins für Nordschleswig (LHN) ist, hat die Veranstaltung eine lange Tradition: Bereits im Kindesalter nahm er mit seinen Eltern an der Autosuchfahrt des BDN Ortsvereins teil. In diesem Jahr die Tour zu planen habe ihm aber auch Spaß gemacht, so der Landwirt aus Sommerstedt (Sommersted). „Das Langweiligste ist eigentlich, auf die Rückkehr der Teilnehmer zu warten“, meint Kock grinsend.

Die glücklichen Sieger der Autosuchfahrt 2021: Inge-Karin und Jens Peter Hommelhoff Foto: Privat

Der Weg ist das Ziel

Mit Suchbildern, Quizfragen und einer Wegbeschreibung ausgestattet, schickte das Ehepaar Kock die Teilnehmer über möglichst kleine Wege in Richtung Toftlund, vorbei an der Bevtoft Plantage, der Biogasanlage und weiter über Arnum nach Fohl (Fole), bevor die „Suchenden“ 86 Kilometer und gut vier Stunden später wieder an der ehemaligen deutschen Schule in Mölby eintrafen.

Dort mussten die Teilnehmer noch eine letzte Hürde meistern: Ohne Maßband, Messbecher, Waage oder ähnlichem galt es möglichst präzise, ein Meter Garn, ein Liter Wasser und ein Kilo Kies zu bestimmen. Mit einem beeindruckenden Ergebnis – ihre Schätzungen lagen bei 99,5 Zentimetern, 1020 Milliliter Wasser und 1011 Gramm Kies – konnten Inge-Karin und Jens Peter Hommelhoff das Rennen für sich entscheiden. „Sie haben auch sicher nicht geschummelt, da habe ich extra aufgepasst“, betont Christian Kock.

Wie immer bildete die ehemalige Deutsche Schule Mölby den Ausgangspunkt der Autosuchfahrt. (Archivfoto) Foto: Hans-Iver Kley

Jeder will gewinnen

Denn auch wenn bei der familienfreundlichen Veranstaltung der Spaß im Vordergrund stehe, möchten trotzdem alle den Sieg einfahren, weiß Kock zu berichten. Im kommenden Jahr wird, der Tradition entsprechend, das Ehepaar Hommelhoff die Organisation der Autosuchfahrt übernehmen, und Christian Kock hat für die beiden auch noch einen kleinen Tipp für eine gelungene Suchfahrt parat: Friedhöfe. „Wir haben allesamt eine Vorliebe für Friedhöfe“, so der Landwirt. „Dort gibt es immer gute Parkmöglichkeiten, eine Toilette und jede Menge potenzielle Quizfragen.“

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