Tagesausflug

Frauenverein wandelte auf den Spuren der Minderheit

Frauenverein wandelte auf den Spuren der Minderheit

Frauenverein wandelte auf den Spuren der Minderheit

Annika Zepke
Annika Zepke Journalistin
Hadersleben/Sonderburg
Zuletzt aktualisiert um:
Im Deutschen Museum Nordschleswig wandelten die Mitglieder des Haderslebener Frauenvereins auf den Spuren der Volksgruppe. Foto: Privat

Diesen Artikel vorlesen lassen.

Bereits bei der Generalversammlung im August war die Wiedersehensfreude der Mitglieder des Haderslebener Frauenvereins groß. Beim ersten gemeinsamen Ausflug nach mehr als einem Jahr coronabedingter Pause hätte die Stimmung daher nicht besser sein können, und auch das Ausflugsziel enttäuschte nicht.

Ein ganzes Jahr lang hatten sich die Mitglieder des Haderslebener Frauenvereins gedulden müssen, bevor sie wieder gemeinsam und unbeschwert einen Ausflug unternehmen konnten. Am vergangenen Mittwoch war es endlich so weit: Ein tagesfüllendes Programm und jede Menge Gelegenheit für angeregte Unterhaltungen warteten auf die 47 Vereinsmitglieder, als es um die Mittagszeit vom Herzog-Hans-Platz aus gen Süden ging.

In „Krusmølle“ lauschten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Ausführungen von Cafebesitzerin Nina Loff. Foto: Privat

Nordschleswigsche Brottorte zum Auftakt

Wo genau der erste Zwischenstopp gemacht werden würde, hatte die Vereinsvorsitzende auf der Generalversammlung noch nicht verraten, doch mit einem Besuch im Café Krusmølle wurden keine Erwartungen enttäuscht, meint Martha Vollstedt, stellvertetende Vorsitzende des Haderslebener Frauenvereins.

Neben traditioneller nordschleswigscher Brottorte erwartete die Mitglieder des Frauenvereins dort auch eine kleine Einführung in die Geschichte des Hauses. Anschließend ging es für die unternehmungslustige Truppe bei strahlendem Sonnenschein weiter nach Sonderburg, wo Museumsleiter Hauke Grella sie im Deutschen Museum Nordschleswig empfing.

Im Deutschen Museum Nordschleswig in Sonderburg gab es viel zu bestaunen. Foto: Privat

„Ein fantastisches Erlebnis“

„Das war sehr interessant. Uns wurde alles wirklich gut erklärt“, erzählt Martha Vollstedt. Gut eine Stunde dauerte der Rundgang durch die Ausstellungsräume. Dieser führte die Teilnehmerinnen und Teilnehmer unter anderem ins „Schulzimmer“, wo sie einen authentischen Einblick in das Schulwesen der deutschen Minderheit bekamen – ein Themenbereich, mit dem viele der Anwesenden auch persönliche Erinnerungen verbinden.

„Das war ein fantastisches Erlebnis“, findet auch Carsten Vollstedt, ebenfalls Mitglied im Haderslebener Frauenverein.

Die Gespräche und das Beisammensein waren für die Mitglieder des Haderslebener Frauenvereins ein wichtiger Bestandteil des gemeinsamen Tagesausfluges. Foto: Privat

Anekdoten aus dem Leben der Königin

Vorbei an den Düppeler Schanzen ging es am späten Nachmittag mit dem Bus weiter zur dritten und letzten Station des Ausflugs: das Restaurant „Under Sejlet“ am Strand von Apenrade (Aabenraa), wo die Teilnehmerinnen und Teilnehmer den Tag bei einem üppigen Abendessen entspannt ausklingen ließen.

Wenn Corona den Plänen nicht wieder einen Strich durch die Rechnung mache, so Martha Vollstedt, dann können die Mitglieder des Haderslebener Frauenvereins sich in Kürze bereits auf das nächste Treffen freuen: Für Mittwoch, 13. Oktober, ist ein Vortragsnachmittag im Bürgerverein in Hadersleben geplant. Journalist Flemming Nielsen verrät ab 15 Uhr all das, was man über Königin Ingrid und die anderen Adeligen noch nicht wusste.

Mehr lesen