Unter Anklage

Teilsieg für Mogens Rerup

Teilsieg für Mogens Rerup

Teilsieg für Mogens Rerup

Hadersleben/Haderslev
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Mogens Rerup reagiert erleichtert. Foto: Ute Levisen

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Kommunalpolitiker Mogens Rerup hat einen Teilsieg errungen. Die Staatsanwaltschaft stellt die Ermittlungen gegen ihn mit Blick auf Anklagepunkte ein, die aus Vorwürfen vor Dezember 2016 resultieren. Dem Politiker fällt ein Stein vom Herzen, auch wenn es nur ein Teilsieg ist.

Vor gut zwei Jahren votierte eine Mehrheit im Haderslebener Kommunalparlament für eine Zivilklage gegen ihren Ratskollegen Mogens Rerup (Die Alternative): Kommunale Mitarbeiter fühlten sich von dem Politiker und Bürgerrepräsentanten in ihrer Ehre gekränkt und schikaniert.
Rerup weist in den sozialen Medien seit vielen Jahren auf kommunale Missstände hin und scheut sich dabei nicht, auch Namen von Kommunalangestellten zu nennen.

Staatsanwaltschaft: Vorwürfe grundlos

Am Mittwoch errang der Politiker einen Teilsieg. Als ehrenamtlich tätiger Bürgerrepräsentant vertritt er seit Jahren die Rechte von Menschen mit verschiedensten Herausforderungen gegenüber der Kommune Hadersleben – eine Rolle, in der sich der einstige Personalchef der Kommune Woyens (Vojens) nicht nur Freunde macht.

Erfreut reagiert Rerup daher auf die Mitteilung der Staatsanwaltschaft, die Ermittlungen gegen ihn einzustellen, die Vorwürfe aus dem Zeitraum 2009 bis 2016 betreffen. Diese Beschuldigungen seien nicht strafbar, teilt die Staatsanwaltschaft mit.

Verfahren zur Wahl

Allerdings werden die Vorwürfe ab Dezember 2016 gegen Rerup aufrechterhalten. Mehr noch: Es wird Anklage gegen ihn wegen diverser Verstöße nach Dezember 2016 gemäß Paragraf 119a erhoben.

Die Hauptperson reagiert ungeachtet dessen erleichtert: „Der Vorwurf der Zeugenbedrohung war Teil der gegen mich erhobenen Beschuldigungen. Es ist gut, dass das jetzt vom Tisch ist. Für diesen Vorwurf hatte es seitens der Politik auch kein grünes Licht gegeben“, sagt Mogens Rerup und fügt hinzu: „Dieser ungerechtfertigte Vorwurf hat mich sehr betroffen gemacht.“

Eine Anklageschrift mit Blick auf das bevorstehende Verfahren habe er bislang nicht erhalten, betont Rerup, wohl aber die Termine für den im November anberaumten, dreitägigen Prozess gegen ihn – ausgerechnet kurz vor der Kommunalwahl.

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