Studienmesse

Hinter den Kulissen der Süddänischen Universität

Hinter den Kulissen der Süddänischen Universität

Hinter den Kulissen der Süddänischen Universität

Katja Elsberger
Sonderburg/Sønderborg
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Das Team der SDU stand bei Fragen zur Verfügung. Foto: Sune Holst

Mit Studierenden über ihre Studiengänge sprechen und sich über Wohnmöglichkeiten informieren: Tag der offenen Tür an der Süddänischen Universität in Sonderburg. „Der Nordschleswiger“ war vor Ort und hat sich auf der Studienmesse umgeschaut.

Schnupperstunden in Dänisch, Workshops, Vorträge und eine Stadtführung durch Sonderburg: Beim Tag der offenen Tür an der Süddänischen Universität (SDU) hatten die Besucher viele Möglichkeiten, sich über das Studentenleben in Sonderburg zu informieren. An den Ständen konnten Schüler den Studierenden Fragen zu ihrem Studiengang stellen und Unklarheiten klären.

„Wir haben viel Werbung an den Gymnasien gemacht, viele Schüler haben sich auch angemeldet“, so das Intro-Team der Veranstaltung. „Der Tag der offenen Tür ist eine gute Möglichkeit, um zu sehen, wie die SDU von innen aussieht und um sich über die Studiengänge zu informieren.“ Schüler aus Hamburg und Kiel sind mit dem Bus zur Studienmessse gekommen.

Experimentieren und Ausprobieren

Die Studierenden hatten für die Gäste Experimente vorbereitet und Projekte mitgebracht. Gezischt und gebrodelt hat es am Stand des Studiengangs Mechatronik, an dem die Studierenden Kekse und Marshmallows in flüssigen Stickstoff getaucht haben. Ein besonderes Erlebnis, denn beim Essen zogen weiße „Rauchfahnen“ aus dem Mund der Probanden.

Ein besonderes Nasch-Erlebnis mit flüssigem Stickstoff haben die Mechatronik-Studenten angeboten. Foto: Sune Holst

Internationaler Campus

Der Campus in Sonderburg ist sehr international. „Etwa 60 Prozent der Studierenden in Sonderburg kommen aus dem Ausland“, so Sine Lund vom Intro-Team, das die Gäste empfing.

„Einige der Studenten aus Deutschland waren auf der Duborg Skolen in Flensburg oder auf der A. P. Møller Skolen in Schleswig“, so Adam Butter von der studentischen Beratung. Beides sind Schulen der dänischen Minderheit in Südschleswig. Neben Deutschland kommen die Studenten aus ganz Europa und sogar aus Mexiko.

Grenzüberschreitend studieren

Die internationale Stimmung der SDU gefällt auch Line Herzberg Christiansen, die beim „Åbent Hus“ über ihren deutsch-dänischen Studiengang „Business Administration and Foreign Languages“ (Betriebswirtschaft und Fremdsprachen) informierte. Bei diesem Studiengang verbringen die Studierenden jeweils drei Tage in Flensburg und zwei Tage in Sonderburg.

„Mir gefällt, dass wir die verschiedenen Kulturen kennenlernen – durch die vielen internationalen Studenten entsteht eine ganz besondere Atmosphäre“, so Herzberg Christiansen. „Die kulturellen Erlebnisse aus Deutschland und Dänemark sind in unserem Studiengang kombiniert“, erzählt die Studentin.

„Ich selbst komme aus Dänemark und habe viel über die deutsche Kultur gelernt.“ Ein Unterschied sei beispielsweise, dass in Dänemark die Prüfungen auf dem Computer geschrieben, während diese in Deutschland handschriftlich absolviert würden.

Line Herzberg Christiansen informierte über den deutsch-dänischen Studiengang „Business Administration and Foreign Languages“. Foto: Sune Holst

Deutsche Minderheit als Thema

„Bei Projekten und Hausarbeiten dürfen wir uns unsere Themen weitestgehend selbst aussuchen und können dann zum Beispiel auch über die deutsche Minderheit in Dänemark schreiben“, erklärt Butter.

„Nach dem Studium bleiben viele Absolventen auch in der Region – sie sind natürlich sehr attraktiv als Arbeitnehmer in der Grenzregion, da sie sowohl Deutsch als auch Dänisch beherrschen.“

Dies bestätigt auch Lars Frank-Larsen, „Outreach Partner“ an der SDU. Er ist „Brückenbauer“ zwischen Unternehmen und Studenten, indem er Studierende und Unternehmen dabei unterstützt, aufeinander zuzugehen.

Lars Frank-Larsen ist der „Brückenbauer“ zwischen Studierenden und Unternehmen. Foto: Katja Elsberger

Deutsch und Dänisch als Arbeitssprache

„Wenn ein deutscher Student in Dänemark arbeiten möchte, ist es ein großes Plus, wenn dieser dänisch spricht“, erklärt Frank-Larsen.

Viele Unternehmen, gerade in der Dreiecksregion (Trekantområdet) im Bereich Kolding, Vejle and Fredericia, betreiben Handel mit Deutschland. „Die Unternehmen sind auf der Suche nach Mitarbeitern, die mit der dänischen Kultur und Sprache vertraut sind, aber sich ebenso mit der deutschen Kultur und Sprache auskennen.“ Daher möchte die Syddansk Universitet die deutschen Studenten motivieren, dänisch zu lernen.

„Als Universität stellen wir uns die Frage, wie wir Studenten am besten aufs Berufsleben vorbereiten“, so Frank-Larsen. An der SDU werden daher einige Events veranstaltet, bei denen Studierende und Unternehmen aufeinander zugehen können: „Es geht uns darum, Barrieren zu brechen und ein Netzwerk aufzubauen.“

Praktika und Projekte sind eine gute Chance, mit den Unternehmen zusammenzuarbeiten und erleichtern den Einstieg ins Berufsleben.

Zu Gast waren unter anderem Schüler aus Hamburg und Kiel. Foto: Sune Holst
Der deutsch-dänische Studiengang „Business Administration and Foreign Languages“ findet in Flensburg und Sonderburg statt. Foto: Katja Elsberger
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