Motor

Ellen schippert auf einer elektrischen Erfolgswelle

Ellen schippert auf einer elektrischen Erfolgswelle

Ellen schippert auf einer elektrischen Erfolgswelle

Paul Sehstedt
Ærø
Zuletzt aktualisiert um:
E/F Ellen
Eine Fähre ohne Schornstein oder Auspuffrohre? Die sind bei der E/F Ellen überflüssig, da sie über einen Elektroantrieb verfügt. Fast lautlos gleitet sie von Alsen nach Ærø durch den Kleinen Belt. Foto: Paul Sehstedt

Die E-Fähre zwischen Alsen und Ærø ist wesentlich preiswerter im Betrieb als ein Schiff mit konventionellem Motor.

Wenn die E/F Ellen in den Fährhafen Fünenshaff/Fynshav einläuft, geschieht das fast geräuschlos. Nur die Schiffsschrauben sind zu hören, die für das Anlegemanöver benötigt werden.

Das Geheimnis der Stille ist der Elektroantrieb der Fähre, die seit etwa einem Jahr die Verbindung zwischen Alsen und Ærø aufrechterhält.

Der Betreiber Ærøfærgerne hat jetzt Bilanz gezogen: Der Neubau entpuppt sich als preiswerter im Betrieb als ein entsprechendes Schiff mit konventionellem Dieselantrieb. Damit werden vorläufig die Prognosen erfüllt, die zur Realisierung des Projektes führten.

E/F Ellen
Die E/F Ellen legt ab – mit Motoren von Danfoss. Foto: Paul Sehstedt

Die EU hat das Vorreiter-Projekt unterstützt

Die hochgerechnete Einsparung liegt zwischen 24 und 36 Prozent unter Berücksichtigung aller anfallenden Kosten über eine 30-jährige Betriebsspanne. Das geht aus dem Bericht hervor, der der EU, die das Projekt finanziell unterstützt hat, vorgelegt werden soll.

Die E/F Ellen verkehrt fünfmal täglich zwischen den beiden Inseln und kann bis zu 31 Pkw und 147 Personen befördern. Eine Stunde dauert die Überfahrt und wird mit 14 Knoten pro Stunde (knapp 26 km/h) zurückgelegt.

Søby Værft auf Ærø baute die Fähre, die 59,50 Meter lang und 12,8 Meter breit ist. Ein Hauptantrieb, bestehend aus zwei 750 kW-Elektromotoren, treibt die Schrauben direkt an. Die Batterien werden beim Aufenthalt in Søby im Laufe von 20 bis 40 Minuten schnell geladen.


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