Kommune Sonderburg

Giftstrand Himmark: Suche nach Lösungen

Giftstrand Himmark: Suche nach Lösungen

Giftstrand Himmark: Suche nach Lösungen

Sonderburg/Sønderborg
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Der betroffene Strandabschnitt im Osten von Himmark Foto: Lene Esthave/Ritzau Scanpix

Im Norden der Insel Alsen plant eine Investitionsgesellschaft die Errichtung eines großen Ferienresorts. Doch der Strand südlich des Geländes ist voller giftiger Altlasten und seit Monaten gesperrt. Die Kommune Sonderburg ist dennoch zuversichtlich, dass der Zeitplan für das Ferienresort eingehalten werden kann.

Niemand badet gern in Vinylchlorid und Altölresten. Und so ist die hochgiftige Verunreinigung am Himmarker Strand ein ernstes Problem, das die Kommune Sonderburg zusammen mit der Region Süddänemark und dem Unternehmen Danfoss – einst Verursacher der Verschmutzung – schnellstmöglich in den Griff kriegen will.

Zumal im Norden der Insel oberhalb des Himmarker Strandes in wenigen Jahren ein Ferienresort entstehen soll, das mit eigenem Badeland am Meer hunderttausende Gäste nach Nordalsen locken will.

Am Dienstag behandelte der kommunale Ausschuss für Technik und Umwelt den Zeitplan für das „Nordals Ferieresort“ und den entsprechenden Flächennutzungsplan.

Wie weit hinein in den Meeresboden die Verunreinigung reicht, ist noch nicht bekannt. Foto: Lene Esthave/Ritzau Scanpix

Wird der vergiftete Himmarker Strand die Umsetzung des Projektes verzögern? Die Vorsitzende des Ausschusses, Aase Nyegaard (L), glaubt das nicht.

„Ich bin sehr zuversichtlich, dass wir es schaffen werden, den Strand zu reinigen, ohne dass es sich auf den Bau oder die Nutzung des Ferienresorts auswirken wird“, sagt Nyegaard. „Kommune, Region und Danfoss sind sich einig, dass wir eine Lösung finden, und dann schaffen wir das auch.“

Region ist für Säuberung zuständig

Die Region Süddänemark ist für die Säuberung von verunreinigtem Erdreich zuständig, Danfoss stellt sich seiner Verantwortung und will die Säuberung finanziell kräftig unterstützen. Der verunreinigte Strandabschnitt liegt 950 Meter südlich des Resort-Bereiches.


Eine Skizze der Badebrücke am neuen Ferienresort Foto: Rambøll

Doch noch immer ist unklar, wie tief die Giftstoffe reichen, wie viel Meeresgrund verunreinigt ist – und wie eine Säuberung technisch vollzogen werden kann.

Noch suche man nach Lösungen und noch sei nicht bekannt, wie weit die Verschmutzung reicht, bestätigt der kommunale Verwaltungschef der Abteilung Technik und Umwelt, Bjarke Eriksen.

„Die Untersuchungen laufen noch und soweit ich weiß, hat man sich noch nicht auf ein Lösungsmodell geeinigt. Noch ist ja unklar, wie weit hinaus ins Wasser und wie tief in den Grund hinein die Verunreinigungen reichen. Und mit was für einer Verschmutzung wir es zu tun haben.“


Der betroffene Strandabschnitt liegt ja nicht direkt am Ferienresort. Und ich gehe außerdem davon aus, dass bis 2023 alles gesäubert sein wird.

Bjarke Eriksen, Verwaltungschef Technik und Umwelt
Rechts unterhalb der kleinen Landzunge beginnt der Himmarker Strand. 950 Meter weiter gen Norden soll ein neues Ferienresort entstehen. Foto: Google Maps / Screenshot

Um das gesamte Vorgehen besser zu koordinieren, haben Kommune, Region und Danfoss auf Leitungsebene sowie auf Arbeitsgruppenebene Arbeitsgruppen gebildet. Bjarke Eriksen ist vonseiten der Kommune aus Projektleiter.

„Wir haben uns bereits ein paarmal getroffen. In der Arbeitsgruppe sitzen auch zwei Mitarbeiter aus unserer kommunalen Abteilung für Wasser und Natur, das sind Experten, die sich mit der Sache auskennen. Gemeinsam wird nun untersucht, wie man vorgehen wird.“

Ziel: Säuberung des Strandes bis 2023

Ziel sei es, das Badeverbot am Strand bis zum Jahr 2023 aufzuheben. Dem Jahr, in dem das Ferienresort planmäßig eröffnen soll.

Der vorgesehene Bereich des Ferienressorts auf Alsen. Foto: Kommune Sønderborg

Bjarke Eriksen hofft, dass bis zum Frühjahr 2020 ein Lösungsmodell gefunden ist, wie man der Verunreinigung am Strand von Himmark Herr werden will. Dass der jetzige Giftstrand die Errichtung des Ferienresorts verzögert, glaubt auch Eriksen nicht.

„Der betroffene Strandabschnitt liegt ja nicht direkt am Ferienresort. Und ich gehe außerdem davon aus, dass bis 2023 alles gesäubert sein wird.“

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