Lokalpolitik

„Røde Kors“ hilft vielen Menschen

Røde Kors hilft vielen Menschen

Røde Kors hilft vielen Menschen

Sonderburg/Sønderborg
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Unter anderem die Politiker Helge Larsen (M.) und Heidi Jørgensen (r.) ließen sich am Eingang des Secondhandladens von der Leiterin Yvonne Lech (l.) über die Aktivitäten informieren. Foto: Karin Riggelsen

Der Gesundheitsausschuss der Sonderburger Kommune informierte sich im großen Secondhandladens an der Damgade 71a über die vielen Aktivitäten.

Der Sonderburger Gesundheitsausschuss verteilte 2020 aus dem Paragraf-18-Topf über 3,4 Millionen Kronen an verschiedene Vereine im Sonderburger Raum.

Die lokale Abteilung des dänischen Roten Kreuzes wurde in den vergangenen Jahren mit jeweils 50.000 Kronen gefördert. Am Dienstag informierten sich Politiker und Repräsentanten der Gesundheitsabteilung über die Aktivitäten der Organisation, die sehr vielen Menschen hilft.

Secondhand für guten Zweck

Die RK-Vorsitzende Yvonne Lech hieß die Gäste am Eingang des Secondhandladens willkommen. Sie berichtete, wie bei Røde Kors nicht zuletzt in der Corona-Zeit gearbeitet wurde.

Heidi Jørgensen (r.) probierte einen farbenfrohen Hut. Links neben ihr Helge Larsen und die Leiterin von „nørklerne", Nina Smedegaard Christensen. Foto: Karin Riggelsen

Währenddessen strömten viele Kunden herein. Sie schauten bei den verhältnismäßig vielen stehenden Menschen im Eingang ganz überrascht, desinfizierten schnell ihre Hände und gingen sofort weiter in die große Halle voller Secondhandware.

In Sonderburg gibt es verschiedene Organisationen, die sich für bedürftige Menschen einsetzen – neben „Røde Kors" auch „Frelsens Hær", „Kirkens Korshær" oder „Blæksprutterne". Røde Kors hat eine Zusammenarbeit mit den anderen Vereinen eingeleitet. „Wir würden alle gern zusammenbinden“, so Yvonne Lech.

Corona ist eine traurige Sache

Das Sonderburger Rote Kreuz erhält seinen kommunalen Zuschuss primär für die Integrationsarbeit, zu der die Einwandererhilfe und die Leitung des Mutterschaftscafés zählen.

Yrsa Ryborg (l.) und Edel Hansen (M.) sind fleißige Pussel-Frauen. Foto: Karin Riggelsen

Einige Angebote der freiwilligen Helfer des „Røde Kors" mussten wie in ganz Dänemark auch wegen der Corona-Pandemie geschlossen bleiben. „Das war eine traurige Sache“, meinte Yvonne Lech. Vieles musste neu durchdacht und ein wenig anders organisiert werden.

Die fleißigen Pussel-Frauen

Unter anderem „nørklerne“, die fleißigen Pussel-Frauen, setzen sich nun erneut alle 14 Tage zusammen. Nun lädt die Leiterin dieser Gruppe, Nina Smedegaard Christensen, aber immer sieben Teilnehmer zu einigen Stunden im Secondhandladen ein. „Nørklerne" treffen sich auch auf Kekenis (Kegnæs), Südalsen (Sydals) und Fünenshaff (Fynshav).

Diese Teddys sind für Kinder. Foto: Karin Riggelsen

Die „nørklerne" stricken unter anderem Hausschuhe für Obdachlose und Teddys für Kinder. Es werden auch schöne Küchenlappen oder farbenfrohe Schlüsselschnüre für den Secondhandladen aus gesponserten Garnen gestrickt.

Beisammensein und wertvolle Hilfe

Yrsa Ryborg aus Atzerballig (Asserballe) ist seit mehreren Jahren bei den Pussel-Frauen aktiv. „Es ist das Soziale, und dann machen wir etwas, was anderen zugutekommt“, meint sie lächelnd. „Røde Kors" in Sonderburg hat im Augenblick 80 Pussel-Frauen.

Der Laden von „Røde Kors" ist voller guter Waren zu günstigen Preisen. Foto: Karin Riggelsen

Edel Hansen ist seit 18 Jahren bei Røde Kors aktiv. Zu den „nørklerne“ gehört sie aber erst seit Juni 2019. „Ich hatte eine Depression, und ich konnte ja nicht einfach nur zu Hause herumsitzen. Jetzt stricke ich. Ich habe schon 40 Teppiche produziert“, kommt es stolz von Edel Hansen. Ihr Mann Jens Peter Hansen hilft auch bei „Røde Kors" mit. Er ist fester Fahrer und leert auch die Container. „Und jetzt zieht er auch alte Pullover auf“, stellt Edel Hansen lachend fest.

„Røde Kors" hat seit mehr als 15 Jahren „nørklerne".

Abfall muss bezahlt werden

Beim Besuch des Sonderburger Gesundheitsausschusses wurde auch ein Problem angesprochen. Die hiesige Organisation Rotes Kreuz muss Dinge von beispielsweise einem Nachlass, die nicht verkauft werden können, wegwerfen. Wie andere Unternehmen muss „Røde Kors" aber dafür zahlen, wie Yvonne Lech erklärte. Das wollte der Vorsitzende des Gesundheitsausschusses, Helge Larsen, nun erneut untersuchen, ob für eine Hilfsorganisation wie das Rote Kreuz nicht eine andere Lösung gefunden werden kann.

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