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Abriss erst im September: Pläne für Ochseninsel benötigen Zeit

Abriss erst im September: Pläne für Ochseninsel benötigen Zeit

Abriss im September: Pläne für Ochseninsel benötigen Zeit

Süderhaff/Sønderhav
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Die Gebäude auf der Insel sind baufällig und sollen abgerissen werden, sobald ein Unternehmen gefunden ist (Archivbild). Foto: DN

Noch immer ist von der Neugestaltung auf der großen Ochseninsel keine Spur zu sehen. Die dänische Naturbehörde erklärt, warum seit dem Bürgertreffen im April bislang noch nichts auf dem Eiland passiert ist.

Gut Ding will Weile haben – damit umschreibt Inge Gillesberg von der dänischen Naturbehörde („Naturstyrelsen“) die Lage auf der Großen Ochseninsel.

Denn passiert ist seit der Präsentation der Gestaltungspläne im April bislang noch nichts auf dem Eiland in der Flensburger Förde, das bekanntlich auf der Schwelle hinein in ein neues Kapitel ist. Zusammen mit der Apenrader Kommune wird die Behörde die Insel von alten Bauten befreien und anschließend Shelter und ein Naturklo errichten.

Doch seit dem großen Bürgertreffen (wir berichteten) ist nichts geschehen, zumindest nichts, was für die Öffentlichkeit ersichtlich ist.


Wir setzen den Plan in die Tat um, aber das alles benötigt Zeit. Die Aufräumarbeiten selbst werden erst im September durchgeführt.

Inge Gillesberg, Naturbehörde Nordschleswig

Wie also schreiten die Pläne voran? „Wir setzen den Plan in die Tat um, aber das alles benötigt Zeit. Die Aufräumarbeiten selbst werden erst im September durchgeführt“, informiert Gillesberg, Leiterin der Behörde in Nordschleswig.

Derzeit laufe die Ausschreibung, um ein Unternehmen mit den Aufräumarbeiten zu beauftragen. „Erst im September wird mit dem Abbruch der Gebäude begonnen“, so Gillesberg.

Die Kommune Apenrade hat für das Projekt Insel-Umgestaltung zwei Millionen Kronen zur Verfügung gestellt. Ja, der Prozess gehe nur langsam voran, aber das sei eben der Komplexität der Aufgabe geschuldet, sagt Landschaftsarchitekt Peter Kierkegaard von der Kommune Apenrade.

„Es dauerte eben, bis alle Zulassungen vorlagen“

„Es dauerte eben, bis alle Zulassungen und Bestandsaufnahmen vorlagen, und erst dann konnte die Ausschreibung erfolgen“, sagt Kierkegaard.

Ist die Aufgabe erst mal vergeben, wird es mit den Aufräumarbeiten selbst recht schnell gehen, schätzt er. „Das Schwierigste wird sein, die schweren Maschinen auf die Insel zu bringen.“ Mit giftigen Stoffen im Bauschutt rechne man nicht. Lediglich einige Eisenschwellen könnten als Sondermüll herauskommen.

„Ansonsten sind es einfache Gebäude, die recht schnell abgerissen werden können.“ Wann genau dieser Prozess abgeschlossen sein wird? Inge Gillesberg schätzt: auf jeden Fall bis Ende des Jahres, eher früher.

Die Große Ochseninsel ist weiterhin zugänglich, Besucher müssen aber selbst sehen, wie sie hin- und zurückkommen. Foto: DN

Peter Kierkegaard macht es vom Wetter abhängig. „Bekommen wir einen milden Herbst, könnte man Ende Oktober mit allen Aufräumarbeiten fertig sein – und dann mit dem Aufbau der Shelter und des Plumpsklos beginnen.“

Falls der Winter kräftig und kalt wird, könnte es auch sein, dass man die Gegenstände erst im Frühjahr 2020 aufstellt. Laut Kierkegaard wird es „ein paar“ Shelter geben sowie ein einziges „Naturklo“.

Derzeit befinde sich noch ein deutsches Filmteam auf der Insel, informiert Gillesberg. „Das passte ganz gut, da bislang ja ohnehin noch nichts gemacht werden kann, so lange die Ausschreibung läuft.“

Geld für Dreharbeiten auf der Insel

Die Naturbehörde hat dem Filmprojekt aus Deutschland aber die Bedingung gestellt, bis September wieder von der Insel sein zu müssen. Das Geld, das die Naturbehörde durch die Aufnahmen einnimmt, fließe zwar nicht direkt in die neue Einrichtung der Insel, „aber auf jeden Fall ins Budget der Behörde und somit am Ende ja auch wieder in die Insel“, so Gillesberg.

Wie viel Geld man für den Dreh verlangt, sei ein vertraulicher Vertragsinhalt, so die Oberförsterin.

Bei aller langen Vorplanung sei eines sicher: Ab dem Frühjahr 2020 ist die große Ochseninsel mit ihrem neuen Natur-Angebot am Start. Bis dahin gilt: Die Insel ist für alle öffentlich zugänglich, man muss nur selbst dafür sorgen, hin- und zurückzukommen.

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