Baumaßnahmen

Ehemaliges Stadion wartet immer noch auf einen Käufer

Ehemaliges Stadion wartet immer noch auf einen Käufer

Ehemaliges Stadion wartet immer noch auf einen Käufer

Pattburg/Padborg
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Das ehemalige Stadiongelände in Pattburg in unmittelbarer Nähe zu den Tennis- und Petanqueanlagen Foto: kjt

Wohnungen, Gärten, Grünflächen – das alles könnte auf dem Ex-Stadiongelände in Pattburg entstehen. Doch niemand will das Grundstück kaufen.

Die Kommune bietet 16.700 Quadratmeter der ehemaligen Stadionfläche an den Straßen Tværgade und Vikingvej schon seit Jahren zum Verkauf an. Ein Besitzwechsel lässt aber auf sich warten. Auch der Zusatz „ohne Mindestgebot“ hat kein verbindliches Interesse entlockt.

Die sportlichen Aktivitäten im Pattburger Stadion wurden bereits 2005 zu den Grenzhallen in Krusau verlagert. Noch zu Zeiten der damaligen Bürgermeisterin Tove Larsen (Soz.) wurde 2012 eine Änderung des Flächennutzungsplans vorgenommen, wonach das Stadiongelände nicht nur als Naherholungsgebiet, sondern auch für den Bau von Wohneinheiten genutzt werden kann.

Im Entwurf von 2012 sind exemplarisch zwölf Wohnblöcke aufgelistet mit 24 bis 28 Wohneinheiten.

„Ohne Mindestgebot"

Das ehemalige Stadionklubhaus und Nebengebäude wurden vor Jahren dem Erdboden gleichgemacht. Der Weg war geebnet für den Wohnungsbau. Passiert ist bislang aber noch nichts. Das Areal ist zum Ladenhüter geworden.

So könnte im Idealfall eine Bebauung auf dem ehemaligen Stadiongelände in Pattburg aussehen. Foto: Kommune Apenrade

Ein Bauherr muss neben dem Grundstückspreis und den Baukosten auch die Anschlussgebühren für Abwasser, Wasser, Heizung und Strom in die Gesamtfinanzierung einrechnen.

Ob und in welchem Umfang ein Interessent vom Erschließungsplan abweichen kann, hängt von der Zustimmung der Kommunalpolitiker ab, so Ellen Kankelborg von der Grundstücksverwaltung der Kommune Apenrade auf Anfrage.

Wie bei anderen Immobilienverkäufen ohne Mindestgebot, so jüngst bei den ehemaligen Nachschulgebäuden in Uk, wird eine Projektbeschreibung für eine Einigung mit der Kommune maßgebend sein.

Erst bebaut mit Wert

Man sei auch beim Stadiongrundstück offen für Ideen, so Bürgermeister Thomas Andresen (V). Der Verkauf des Areals sei jedoch keine Eilsache, „weil es im Gegensatz zu den Uker Liegenschaften nur ein Baugebiet ist“, so Andresen.

Er würde es dennoch begrüßen, wenn sich ein Käufer mit einem ansprechenden Plan meldet. Über den Preis ließe sich sicherlich reden, „denn für mich ist ein Grundstück erst dann viel wert, wenn darauf gebaut wird“, so die Devise des Bürgermeisters.

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Leitartikel

Gwyn Nissen
Gwyn Nissen Chefredakteur
„Eine Stimme für die Tiere“