Laienspielgruppe

Köstliche Aufregung um eine Truhe

mon/kjt
Jündewatt/Jyndevad
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Turbulent ging es mitunter auf der Bühne in Jündewatt zu, wie in dieser Szene mit Cilli Guldager, Kurt Schmidt und Rolf Pfeifer (v. l.). Foto: Karin Riggelsen

Die Jündewatter Laienspieltruppe sorgte mit gelungener Komödie für ein unterhaltsames Wochenende.

Ein sehr amüsantes und gelungenes Menü tischten die Jündewatter Laienspieler mit der Komödie „Keine Ruhe in der Truhe“ am Freitag und Sonnabend im Deutschen Haus Jündewatt auf. Garniert mit spritzigen Texten und überzeugender Darstellung gab es beim kurzweiligen Dreiakter viel zu lachen.
Eine zentrale Position nimmt die Truhe ein, von der sich Besitzer Rudi Maier (Rolf Pfeifer), der aus der Sicht seiner Frau Thea (Sabrina Nissen) alte Möbel besser behandelt als seine eigene Frau, ungern trennt. Außer die ihm von der Frau des Hauses auferlegten Trennung von der Truhe bereitet dem Möbelrestaurator auch ein feuchtfröhlicher Abend Kopfzerbrechen. In diesem Zusammenhang kommt die junge Frau Natascha (Marianne Sørensen) ins Bild. Aufgrund der Erinnerungslücken weiß Maier nicht genau, was es mit dem Abenteuer auf sich hat. Das wiederum nutzt Nataschas Gefährte Siggi (Kurt Schmidt)nach bester Ganoven-Art schamlos und erpresserisch aus.

In den falschen Hals

Das Geschehen mischt die eifrige und schlagkräftige Schwiegermutter Gerda (Cilli Guldager) auf, die es faustdick hinter den Ohren hat. Sie will die Ehe ihrer Tochter in Ordnung bringen, bekommt dabei aber so einiges in den falschen Hals und Verwicklungen bleiben nicht aus. Lutz Hoppe (Ursula Petersen) ist nicht nur als Käufer an der Truhe interessiert, sondern liebäugelt auch mit der weit jüngeren Frau des Hauses. Später wechselt er aber dann das Pferd.

In der Truhe, die sich zu einem begehrten Kaufobjekt entwickelt, geben sich die vermeintlichen Leichen nahezu die Klinke in die Hand. Dort wird nicht nur das junge Abenteuer versteckt, sondern auch der Ganove und die Schwiegermutter suchen dort Unterschlupf. Das Publikum revanchierte sich an beiden Abenden bei dem Team, zu dem auch Souffleuse Gretel Ries gehörte, mit großem Applaus. Mit Gretel Ries, ihrer Schwester Cilli Guldager und deren Töchter Ursula Petersen und Sabrina Nissen gab es nahezu einen kleinen Familiengipfel auf der Bühne. Die Vorsitzende des Sozialdienstes Buhrkall, Edith Lorenzen, dankte den Akteuren für die tolle Darbietung mit Geschenken und freute sich über den guten Zuspruch, obgleich der Saal nicht ganz voll war.

Gut für die Stimmung

Weitere Aufführungen folgen in Kürze bei der Patenschaft in Elmshorn und am Mittwoch, 27. März, beim überregionalen Seniorentreffen in der Nachschule in Tingleff.

Gut an kam das Stück auch am Tag darauf beim Frühlingsfest des BDN Renz/Jündewatt. Bei fast vollem Haus „sorgte das Stück einmal mehr für gute Stimmung“, so die Bilanz des BDN-Ortsvereinsvorsitzenden Curt Jacobsen. Die gute Stimmung im Anschluss an die Darbietung konnte er selbst allerdings nicht miterleben. Er begab sich gesundheitlich angeschlagen nach Hause und musste sich wenig später übergeben. „Ohne dass Alkohol im Spiel war“, so der Vorsitzende mit einem Augenzwinkern.

„Wie ich gehört habe, wurde noch gut gefeiert. Erfreulich war, dass auch diesmal wieder recht viele junge Leute dabei waren“, so Jacobsen.

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