Einweihung

Leinen los! Neuer Spielwald für Hunde

Leinen los! Neuer Spielwald für Hunde

Leinen los! Neuer Spielwald für Hunde

Uk/Uge
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Der Hundewald kam gut bei den Gästen an. Foto: Paul Sehstedt

Seit Dienstag gibt es einen neuen Waldspielplatz für Hunde in der Torp Plantage. Viele Hunde und deren Besitzer kamen vorbei.

Die Stille in der Torper Plantage wurde am frühen Dienstagnachmittag von schallendem Hundegebell aus Duzenden Mäulern übertönt. Der Grund: Die Eröffnung des neu entstandene Hundewaldes. Viele Hunde mit ihren Herrchen waren vor Ort, um das zehn Hektar umfassende, eingezäunte Gelände näher zu betrachten – und bellend zu erobern.

Auch Uwe Jansen war mit seiner Frau und deren zehn Monate alten Cavallier King Charles Spaniel Max dabei. „Wir hatten in der Zeitung darüber gelesen und wollten uns das mal anschauen“, so Jansen, der mit seiner Frau lange nach einem solchen Freigelände für seinen Hund gesucht hat. Überrascht hatte ihn der große Andrang bei der Einweihung.

„Anscheinend gibt es auch andere Hundebesitzer, die schon lange nach einer solchen Möglichkeit gesucht hatten“, schmunzelt er. Das Ehepaar wohnt am Lindevang in Apenrade. „Dort gibt es auch einen kleinen Wald für Hunde. Der ist aber nicht eingezäunt. Deshalb ist es schön, dass man hier den Hund frei laufen lassen kann“, so Jansen.

Foto: Paul Sehstedt

„Es sind gerade Winterferien und dann dachten wir, dass wir hier mal vorbeischauen“

Mit dabei war am Dienstag auch die Familie Petersen aus Rothenkrug. Sie hatten ihren sieben Jahre alten Labrador mitgebracht. „Es sind gerade Winterferien und dann dachten wir, dass wir hier mal vorbeischauen“, so Mutter Jane Petersen. Auch sie denkt, dass sie ihrem Hund hier öfters mal ein wenig Freiraum geben wird.

Punkt 13 Uhr öffnete die Leiterin der Naturbehörde in Nordschleswig, Inge Gillesberg, die Tore zum Hundewald. „Es freut mich, dass heute so viele gekommen sind“, sagte sie. „Die Nachfrage nach einem eingezäunten Wald für Hunde nahm stetig zu. Als sich uns dann die Möglichkeit anbot, ein zehn Hektar großes Gebiet dafür einzurichten, haben wir zugesagt“, so Gillesberg. Sie hofft, dass viele Hundebesitzer von nah und fern viel Freude an dem neuen Wald haben werden.

Ihr Kollege, der Förster Esben Wendland, sieht das ähnlich. Er ist noch neu bei der Naturbehörde. Der eingezäunte Wald bei Torp ist das erste Projekt, das er fertiggestellt hat. „Deshalb freut es mich umso mehr, dass heute so viele begeisterte Hunde und deren Besitzer vorbeigeschaut haben“, erklärt er. Ihm zufolge fehlte ein solches Freigelände für Hunde bislang. „Sonst müssen Hunde aufgrund wilder Tiere an der Leine gehalten werden. Hier können sie ausgiebig auslaufen“, so Wendland.

Förster Esben Wendland Foto: Paul Sehstedt

„Es ist ein schönes Fleckchen“

Ihn fasziniert zudem das Gelände, das für den Hundespielplatz gewählt wurde. „Es ist ein schönes Fleckchen. Wir haben hier eine gute Zusammensetzung von Lerchen und Kiefernwald. Weiter im Süden gibt es Nassgebiete mit Birken. Das allein ist schon ein Ausflug wert“, so der naturbegeisterte Förster, der zu einem Rundgang auf den angelegten Pfaden einlud. Insgesamt führen zwei Wege durch den Hundewald. Die große Runde ist einen Kilometer lang. Die kleine Runde schlängelt sich laut Wendland auf 500 Metern durch den Wald.

Viele Gäste bedankten sich gegen Ende der Einweihung bei Wendland. Auch Maja Schmidt aus Klipleff war begeistert. „Wir wollten heute dabei sein, um diese Initiative zu unterstützen. Unser Hund braucht viel Freiraum. Das bekommt er hier“, so Schmidt, die einen Bassethound besitzt. „Wir werden diesen Wald viel nutzen. Das kann ich jetzt schon sagen“, so Schmidt. Sie hofft, dass noch mehr Abfallbehälter aufgestellt werden und der angelegte Pfad mit Kies befestigt wird.

„Hier kann das schon ganz schön matschig werden“, so Schmidt. Auch Helle und Dirk Valk freuten sich über den eingezäunten Wald. Hund Fido war sehr zufrieden. Nur Herrchen regte sich ein wenig über Hundehaufen auf, die auf dem Pfad lagen und von den Besitzern nicht aufgesammelt wurden.

In den Regeln steht jedoch nicht, dass Besitzer die Hundehaufen aufsammeln sollen. „Das wollen wir auch nicht in das Regelwerk hinzufügen. In einem solchen Wald muss man damit rechnen“, so Wendland.

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