Kommunalpolitik

Fabrik will hoch hinaus

Fabrik will hoch hinaus

Fabrik will hoch hinaus

Toftlund/Tønder
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Die Kartoffelmehlfabrik will wieder bauen. Foto: Archiv

In Toftlund steht die weltgrößte Kartoffelmehlfabrik. Diese will weiter wachsen, was die Zustimmung der Politik erfordert. Es gibt Bedenken.

Die weltweit größte Kartoffelmehlfabrik in Toftlund hat nach den Investitionen in Höhe von 320 Millionen Kronen in den Jahren 2016 und 2017 der Kommune einen neuen Bauplan vorlegt. Das Unternehmen benötigt auch wegen der Vergrößerung der Anbaufläche mehr Lagerkapazität. Im kommenden Jahr soll ein 55 Meter hoher Silo zur Verfügung stehen.

Die Pläne erfordern, dass die Schutzlinie zum Fiskbæk von 150 auf 125 Meter reduziert wird und dass die erlaubte Höhe der Bauten von 15 auf 60 Meter steigt. Im Eilverfahren wurde es dem Stadtrat vorlegt, da die Fabrik so schnell wie möglich mit dem Bauen anfangen will. Die Politiker ließen den Entwurf für einen neuen Flächennutzungsplan am Donnerstagabend in die vierwöchige Anhörung gehen. „Mit dem schnellen Vorgehen wollen wir unser Entgegenkommen gegenüber der Wirtschaft unter Beweis stellen“. meinte der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (V). Bürgermeister Henrik Frandsen bezeichnete den Genossenschaftsbetrieb als ein gut geführtes Unternehmen, das den Landwirten die Möglichkeit zum Kartoffelanbau biete. Man sei dort sehr aktiv und habe massiv investiert.

Ganz ohne Gegenkommentare blieb der Punkt nicht. „Wir halten ein 55 Meter hohes Silo für zu massiv. Auch müssen Pläne für mögliche Unfälle an der Fabrik in Bezug auf den Fiskbæk vorliegen“, so die sozialdemokratische Fraktionssprecherin Eike Albrechtsen. „Hier soll ein so hohes Silo gebaut werden, auf der anderen Seite kämpfen wir gegen 35 Meter hohe Strommasten“, gab sie zu bedenken. Jørgen Popp Petersen (SP) hakte auch nach. Die Technische Verwaltung soll, falls keine relevanten Einsprüche eingehen sollten, den revidierten Flächennutzungsplan gutheißen können. „Was ist relevant? Diese Formulierung kann man ziehen wie ein Gummiband“, gab der SP-Politiker zu bedenken. Bo Jessen erwiderte, dass die Pläne bei Einsprüchen wieder bei den Politikern landen.

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