Mangelhafte Fenster

Fenster-Vergleich mit Firma

Fenster-Vergleich mit Firma

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bi/mon
Tondern/Tønder
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Die schadhaften Fenster am Anbau des Rathauses sorgen für politische Debatten. Foto: Archivfoto Rahbek

Jørgen Popp Petersen (SP) wurde überzeugt: In Folge des Vergleichs werden die Kommune und der Fenster-Lieferant jeweils 1,6 Millionen Kronen zahlen.

Der Stadtratsvertreter der Schleswigschen Partei, Jørgen Popp Petersen, ließ sich auf der gestrigen Sitzung des Ökonomieausschusses von den Argumenten überzeugen, die für einen Vergleich mit der Firma sprechen, die die mangelhaften 200 Fenster im Rathaus-Anbau lieferte.

Popp Petersen hatte sich anfangs noch dafür ausgesprochen, dass das Unternehmen für die gesamten Kosten für den Austausch der Fenster mit eingebauten Lamellen aufkommen müsse, von denen einige schon kurz nach der Inbetriebnahme des Anbaus ihren Geist aufgaben. Die Lamellen blendeten nicht nur. Auch der Lichteinfall auf die Computer der Mitarbeiter war zu stark. Da im Jahrhundertsommer 2018 die Sonne unentwegt auf die gläserne Südfassade brannte, musste die Klimaanlage länger laufen, wodurch die Mitarbeiter auch Zugluft ausgesetzt wurden. Die Arbeitsaufsicht hat sich in beiden Fällen eingeschaltet und von der Kommune eine Behebung der schlechten Arbeitsbedingungen gefordert.

„Die neuen Fenster können mehr als die mangelhaften. Das kann sich die Kommune dann auch gerne etwas kosten lassen. Auch der Zeitfaktor spielt für meine Meinungsänderung eine Rolle. Fordern wir von der Firma, dass sie die gesamten Kosten für die neuen Fenster und deren Einbau übernehmen muss, würde die Durchführung eines Schiedsverfahrens lange Zeit dauern. Zudem hat die Firma ein Verfahren mit ihrem norwegischen Zulieferer angestrengt. Wird dieses Verfahren gewonnen, kommt dies auch der Kommune finanziell zugute“, erzählt der SP-Politiker.

In Folge des Vergleichs werden die Kommune und die Firma jeweils 1,6 Millionen Kronen zahlen, während das Unternehmen die Kosten in Höhe von 600.000 Kronen übernimmt, die der Einbau der Fenster kostet.
„Angestrebt ist, dass der Austausch vor den Sommerferien erfolgt. Letztendlich ist es aber von den Handwerkern abhängig. Für den Vergleich spricht, dass wir ein weit besseres Produkt mit einem besseren Effekt erhalten“, erklärt Bürgermeister Henrik Frandsen (Venstre).

„Ein Schiedsverfahren dauert und kostet Geld. Zudem wissen wir nicht, ob wir im Endeffekt daraus als Gewinner hervorgehen würden“, so Frandsen. Bei einem Schiedsverfahren wird von einem Zeithorizont zwischen drei und fünf Jahren ausgegangen. Der Kommunalrat wird auf seiner Sitzung am Donnerstag, 28. Februar, Stellung beziehen.

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