Tønder Festival

Gartenfestival unterstützt das große Vorbild

Gartenfestival unterstützt das große Vorbild

Gartenfestival unterstützt das große Vorbild

Tondern/Tønder
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Annette Scheelke in dem Wattenmeer-Bereich, den sie und ihr Mann Peter auf ihrem 900 Quadratmeter großen Grundstück am Markmandsvej angelegt haben. Foto: Monika Thomsen

Zwischen dem Spiegelzelt Bolero und Zelt 1 und 2 feiern am Festivalsonnabend 39 Teilnehmer in privater Runde zugunsten des abgesagten Tønder Festivals. Neben einer Playliste gibt es auch Live-Musik.

Ende August und kein Tønder Festival. Diese Vorstellung schmeckte Annette Scheelke und ihrem Mann Peter Bergmann sowie ihren Freunden Lis und Jens Reggelsen aus Valby so ganz und gar nicht, als sie im März während der Corona-Krise in der Gartenlaube am Markmandsvej in Tondern saßen.

Ihr eigenes Ding

„Das konnten wir uns einfach nicht vorstellen. Wir sind immer schon beim Tønder Festival zusammen gewesen. Damals entstand der Gedanke, dann machen wir doch zur Unterstützung unser eigenes Festival“, berichtet Annette Scheelke mit einem Lachen, während sie dem „Nordschleswiger“ die verschiedenen Festival-Stationen an ihrem und Peters Wohnsitz am Markmandsvej zeigt.

Die spontane Idee griff um sich. Fünf Monate später ist sie zu einem Gartenfestival herangereift. Diese private Veranstaltung greift ihrem großen Vorbild, dem Tønder Festival, finanziell unter die Arme.

Karsten und Peter (im Festival-T-Shirt anno 2020) in der geheimen Bar Foto: Monika Thomsen

Heimliche Bar fehlt nicht

Annette und Peter haben mit Unterstützung ihrer Freunde das 900 Quadratmeter große Gelände in einen Festivalplatz im Kleinformat umfunktioniert. Angefangen mit Zelt 1. Dort gibt es verschiedene Bars. Um die Ecke stößt man sogar auf die heimliche Bar, die sich auf dem Festivalplatz im Museumskeller versteckt.

Besagte Gartenlaube hat am Festival-Sonnabend den Status des Spiegelzelts Bolero. Sollte sich jemand der Gäste im Zweifel sein, dann ist es ausgeschildert, wenn sie am Sonnabend auf das „Festivalgelände" gelassen werden.

Die Gäste, die alle das besondere 2020-Stütz-Armband tragen werden, zahlen Eintritt und kommen in den Genuss der verschiedenen örtlich geschnürten Festivalpakete wie Tapas vom Restaurant Victoria und einer Ginprobe vom Lifestyle-Laden Brinksgård in Rohrkarr/Rørkær.

Musik wird es auch im „Spiegelzelt" geben. Foto: Monika Thomsen

Es gibt auch eine Bar für spezielles Bier. „Genau wie beim Festival steht auf dem Schild ebenfalls Specialølsbar“, zeigt Karsten Scheelke auf seinem Handy das Schild, wo auch an das überflüssige „s“ gedacht wurde.

Der Sohn des Hauses ist für das Festival am Markmandsvej aus Aarhus nach Hause gekommen.

39 angemeldete Festival-Gäste

„Wir werden insgesamt 39 Personen. Das sind unsere Freunde und wiederum deren Freunde, mit denen sie sich immer zum Festival treffen. Dann unsere Kinder, die auch Freunde mitbringen“, berichtet Annette Scheelke.

Auch die Soleier sind bereit. „Die dürfen natürlich nicht fehlen“, verlautet aus der vorbereitenden Runde zu der auch John Toft mit seiner Frau Vivi gehört.

Hinter John Toft, der zum Vorbereitungsteam gehört, warten die Soleier, die beim Tønder Festival eine Fanschar haben. Foto: Monika Thomsen

„Tischdecken müssen keine auf die Tische, das gibt es beim Festival ja auch nicht“, sagt Annette in Zelt 1, das vor dem Einfamilienhaus steht. „Dort gibt es aber auch keine Kissen auf Stühlen, sondern Bänke“, kontert Karsten schnell. „Das liegt an der CPR-Nummer“, sagt Peter Bergmann verschmitzt.
Im Garten lädt der „Wattenmeer-Bereich“ mit Sand und einer blauweiß-gestreiften Liege zum Verweilen ein.

„Es ist ein großes Projekt. Es macht aber Spaß. Das Lustige ist der Prozess an sich.

Annette Scheelke, Mitveranstalterin

„Es ist ein großes Projekt. Es macht aber Spaß. Das Lustige ist der Prozess an sich“, sagt Annette Scheelke, während sie auf das Zelt 2 auf der Terrasse zeigt, wo der Zitronenbaum stolz seine Früchte trägt.

Zur Festival-Ausstattung gehört ein Toilettenwagen, und die Sicherheit in Sachen Corona wird mit Saubermachen großgeschrieben.

Bei dem Gartenfestival am Sonnabend steht die Gemütlichkeit im Mittelpunkt, und auch die Musik wird nicht zu kurz kommen.

Bergmann ist der Mann für die Musik

Peter Bergmann ist der Mann für die Musik und hat für die drei „Bühnen“ Playlisten erstellt. Es wird jedoch auch Live-Musik geben.

„Der Musiker Anthony, der zwar nicht auf dem offiziellen Festival-Plakat ist, aber auf dem Festival auftritt, kommt“, so Annette.

Sie freut sich, dass die Band Drones & Bellows sich angekündigt hat, um die Initiative zu unterstützen. Zudem haben sie sich den Livestream vom abendlichen Festival-Förder-Konzert in der Schweizerhalle gesichert.

Forscher schauen herein

Am Freitag steht der Familie in den Vorbereitungen noch der Besuch von Forschern zum Thema Festival ins Haus. „Das ist spannend. Da wollten wir gerne mitmachen. Der Kontakt ist durch das Festival entstanden,“ berichtet Annette, bevor es mit den Vorbereitungen weitergeht.

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