Soziales

Heimhilfe gut, Essen weniger gut

Heimhilfe gut, Essen weniger gut

Heimhilfe gut, Essen weniger gut

Tondern/Tønder
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Foto: dpa (Symbolfoto)

Die Empfänger des kommunalen Pflegedienstes in der Kommune Tondern sind überwiegend zufrieden.

Heimhilfe-Analyse

Alle drei Jahre müssen die Kommunen Befragungen vornehmen in Bezug auf die Zufriedenheit der Empfänger der Heimhilfe. In der Kommune Tondern gibt es etwa 1.200 Bürger, die Heimhilfe beziehen. 619 sind durch zufällige Auswahl befragt worden – entweder digital oder in Papierform. Bei Wunsch auch mit Hilfe von Mitgliedern des Seniorenrats. 256 oder 41 Prozent haben die Fragen beantwortet. Davon bedienten sich die Hälfte der digitalen Form. Vor drei Jahren waren es nur 33 Personen, die digital geantwortet hatten, also ein markanter Zuwachs. Insgesamt gesehen sind 79 Prozent der Heimhilfeempfänger zufrieden bzw. sehr zufrieden, ein Rückgang um acht Prozent im Vergleich zu 2015. Vor sechs Jahren wiederum wurde auch ein Stand von 79 Prozent erzielt.

Generell sind die Empfänger überwiegend zufrieden bzw. sehr zufrieden mit der Heimhilfe (sowohl mit dem kommunalen Angebot als auch mit dem von Privatanbietern). Eine Untersuchung, die jedes dritte Jahr durchgeführt wird, zeigt ein Ergebnis, dass die Kommune Tondern mit ihrem Angebot etwas über dem Schnitt Nordschleswigs und in ganz Dänemark liegt.

Weniger Zufriedenheit gibt es allerdings mit dem gelieferten Essen – entweder aus der kommunalen Großküche oder von privaten Anbietern. Nur zu 69 Prozent sind die Bezieher mit dem Gelieferten zufrieden bzw. sehr zufrieden. Vor drei Jahren gab es noch 87 Prozent zufriedene „Kunden“. Das schlechtere Abschneiden kann mit der geänderten Menükarte der Großküche zusammen hängen, die wöchentlich geändert wird. Im Gegensatz zu 2015 kann nur noch zwischen 20 Gerichten gewählt werden. Das sind acht Möglichkeiten weniger als vor drei Jahren, meint die Gesundheitsverwaltung.

Mit persönlichen Pflegedienst zufrieden

Die größte Zufriedenheit (zufrieden/sehr zufrieden) gibt es mit 86 Prozent für den persönlichen Pflegedienst. Dennoch ist der Anteil im Vergleich zu 2015 um fünf Prozent gefallen. Mit einem Minus von zwei auf 83 Prozent ist auch die Bewertung bei der Hilfe ausgefallen, die die Mitarbeiter durch Maßnahmen leisten, damit die Bürger mit Hilfsangeboten bei der Körperpflege besser und alleine zurechtkommen. Bei der praktischen Hilfe gab es einen kleinen Rückgang bei der Zufriedenheit von 71 auf 70 Prozent.

Verbessert hat sich das Ergebnis für die praktische Hilfe. In der Bewertungsskala ist der Anteil von 73 auf 75 zufriedene bzw. sehr zufriedene Befragte gestiegen. Die Untersuchung für ganz Dänemark ist im Internet unter til-fredshedsportalen.dk einzusehen. Fünf ist die Bestnote. Die Kommune Tondern liegt mit einer Zensur von 4,16 über der Bewertung aus den anderen Kommunen der Region Süddänemark (4,12) und dem Landesdurchschnitt von 4,09.

Als Vorsitzende des Gesundheitsausschusses freut sich Irene Holk Lund (V) über das Ergebnis. Es zeuge von der guten Arbeit der Heimhilfe, für die sie den größten Respekt habe. Der Ausschuss verfolge die Entwicklung kontinuierlich. „Wir wünschen, dass so viele Bürger wie möglich mit der geleisteten Hilfe zufrieden sind, auch wenn diese im Vergleich zu 2015 gesunken ist. Dennoch liegen wir über dem Durchschnitt von Süddänemark und ganz Dänemark“.

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