Investition

Neues Standbein für Fernwärme

Neues Standbein für Fernwärme

Neues Standbein für Fernwärme

Monika Thomsen
Monika Thomsen Journalistin
Lügumkloster/Løgumkloster
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Die Fernwärmegesellschaft plant im bestehenden Rahmen eine neue Anlage. Foto: Monika Thomsen

Die Außenluft soll als neue Energiequelle aufgetan werden. Der Ökonomieausschuss befürwortet eine Bürgschaft in Höhe von 20 Millionen Kronen.

Die Fernwärmegesellschaft in Lügumkloster ist bestrebt, mit einer Investition in Höhe von 20 Millionen Kronen im Bereich der nachhaltigen Energie eine weitere Wärmequelle aufzutun. Eine neue elek-trobetriebene Wärmepumpe soll die Außenluft als Spender für Wärme nutzen, indem sie dem Fernwärmewasser zugeführt wird.

Gegenwärtig basiert die Wärmeversorgung auf zwei Gasmotoren, einem Gaskessel, einer Solaranlage und einem Holzpellet-Kessel. Darüber hinaus umfassen die Installationen eine Absorptionswärmepumpe, die vom Holzpellet-Kessel betrieben wird und eine durch Strom angetriebene Hybrid-Wärmepumpe. Die Produktion dieser beiden Pumpen hält sich derzeit wegen des Kühlbedarfs des einen Gasmotors und der Solaranlage in Grenzen. Mit der neuen Wärmepumpe kann das bislang unausgeschöpfte Potenzial dieser beiden Pumpen genutzt werden. Die neue Anlage mit einer Kapazität von 3,1 MW wird im bestehenden baulichen Rahmen am Søndermarksvej eingepasst.

Positive Umweltauswirkungen

Berechnungen zeigen positive Umweltauswirkungen, und das Vorhaben, das einen effizienteren Betrieb gewährleistet, ist auch aus sozioökonomischer Sicht mit einem Gewinn von etwa 10,8 Millionen Kronen vorteilhaft. „Wir haben das Werk im vergangenen Jahr besichtigt, und schon damals wurde der Gedanke mit der neuen Wärmepumpe geaüßert “, so der Vorsitzende des Technischen Ausschusses, Bo Jessen (V), der auch den sozioökonomischen Gewinn anführt. Der Ausschuss hat das Vorhaben, das zur konkreten Energieeinsparung führt, befürwortet.

Gleiches tat am MIttwoch der Ökonomieausschuss, der sich außerdem mit der finanziellen Seite befasste. Die Politiker stimmten einem Antrag auf eine Bürgschaft in Höhe von 20 Millionen Kronen zu. Von der Energiebehörde liegt eine Zusage über einen Zuschuss in Höhe von 1,4 Millionen Kronen vor. „Wir gewähren die Bürgschaft auf der Grundlage der bestehenden Richtlinien. Es handelt sich um ein großes Fernwärmewerk mit guten Finanzen, und es ist ein gesundes Projekt“, erklärt Bürgermeister Henrik Frandsen (V).

Ein weiteres Vorhaben der Fernwärmegesellschaft befindet sich noch in der Schwebe. Der Kommunalrat gab im August 2018 grünes Licht dafür, dass die Fernwärme ihren Versorgungsbereich ausdehnen darf. Die Zulassung umfasste das Industriegebiet südlich des Stationsvej und zum Erdgas-Bereich im Wohngebiet Møldamager. Bestandteil der Erweiterung sind ein neues Leitungsnetz in den betreffenden Gebieten und ein Holzpellet-Kessel mit einem Leistungsvermögen von 3 KW. Gegen diese Entscheidung hat Dansk Gas Distribution A/S beim Energieklagerat Beschwerde eingereicht. Eine Entscheidung steht noch aus.
Der Kommunalrat bezieht am kommenden Mittwoch zu dem neuen Projekt und der Bürgschaft Stellung.

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