Innovation und Nachhaltigkeit

Energie-Experten kooperieren über die Grenze

Energie-Experten kooperieren über die Grenze

Energie-Experten kooperieren über die Grenze

Sonderburg/Husum
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Die deutschen und dänischen Energie-Netzwerke EE.SH und Clean wollen eine Kooperation erarbeiten. Foto: dpa

Das Energie-Cluster „Clean“ in Nordschleswig hat eine Kooperationsvereinbarung mit dem Netzwerk Erneuerbare Energien in Schleswig-Holstein unterzeichnet. Ziel ist es, Projekte gemeinsam durchzuführen.

Eine verstärkte deutsch-dänische Zusammenarbeit ist das Ziel einer Kooperationsvereinbarung, die vor einer Woche auf der New-Energy-Messe in Husum unterzeichnet wurde.

Das dänische Energie-Cluster „Clean“, dem 160 Unternehmen und Organisationen angehören, will künftig mit der Netzwerk Erneuerbare Energien Schleswig-Holstein (EE.SH) formell zusammenarbeiten. Diesem gehören 120 Unternehmen in Schleswig-Holstein an.

Ein früheres, ähnliches grenzüberschreitendes EU-Interreg-Projekt mit dem Namen „Furghy“, das unter Federführung der IHK in Flensburg stattfand, läuft jetzt aus.

Die neue Kooperation soll die Nachfolge antreten und die Furghy-Ziele umsetzen, so die IHK.

„Tatsächlich war die EE.SH bisher nicht an der Kooperation beteiligt“, sagt Axel Wiese, EE.SH-Projektleiter für das Netzwerk Erneuerbare Energien.

Das neue, grenzüberschreitende Netzwerk will unter anderem ausloten, welche Projekte gemeinsam durchgeführt werden können.

„Auf dänischer Seite könnte es technische Entwicklungen geben, die einen Markt suchen. Wir auf deutscher Seite wollen die Innovationen voranbringen“, so Wiese. In Deutschland und Dänemark ist zurzeit die Errichtung von Rechenzentren, die mit „grüner“ Energie betrieben werden, ein Thema. Außerdem beschäftigt sich EE.SH mit der Umstellung von Gewerbegebieten auf den Betrieb mit erneuerbaren Energien.

Entwicklung des Innenlebens

„Wir entwickeln und erforschen sozusagen das Innenleben von Windmühlen, Elektroautos, Computern und Batterien“, schildert Henrik Bjerregaard, Abteilungsleiter bei Clean in Sonderburg, die Aufgaben des dänischen Netzwerkes.

„Unternehmen und Universitäten müssen sich austauschen. In einem hektischen Alltag kann das leicht untergehen. Dafür ist das Netzwerk zuständig“, sagt er. Nach vier Jahren mit „Furghy“ soll es jetzt zusammen mit den neuen deutschen Partnern auch über die Grenze weitergehen. Die bisherigen Ergebnisse sollen vertieft werden.

„Wir kooperieren mit der deutschen Seite, um damit Sprachbarrieren und kulturelle Barrieren aufzulösen. Teilweise geht es auch um rechtliche Aspekte, zum Beispiel um Patente“, sagt Henrik Bjerregaard.

Die Kooperationsvereinbarung gilt vorläufig für ein Jahr.

„Wir wollen in der Zeit einen Plan über die künftige Zusammenarbeit erstellen. Wenn es schon konkrete gemeinsame Projekte gibt, werden die aber natürlich sofort in Angriff genommen“, so Axel Wiese.

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