Regionsratswahl

Gösta und Villy gegen Grenzkontrollen

Gösta und Villy gegen Grenzkontrollen

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Apenrade/Aabenraa
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Villy Søvndal, Gösta Toft
SP-Spitzenkandidat Gösta Toft (links) im Gespräch mit Villy Søvndal. Foto: Ruth Candussi

Dänemarks ehemaliger Außenminister Villy Søvndal war am Mittwoch zu Gast im Haus Nordschleswig. Er traf sich mit dem Spitzenkandidaten der Schleswigschen Partei, Gösta Toft, um über die anstehende Regionsratswahl zu sprechen.

Dänemarks ehemaliger Außenminister Villy Søvndal war am Mittwoch zu Gast im Haus Nordschleswig. Er traf sich mit dem Spitzenkandidaten der Schleswigschen Partei, Gösta Toft, um über die anstehende Regionsratswahl zu sprechen.

Der langjährige Vorsitzende der Sozialistischen Volkspartei (SF), Villy Søvndal, hat am Mittwoch Apenrade besucht. Im Haus Nordschleswig traf er sich zu einem Gespräch mit dem Spitzenkandidaten der Schleswigschen Partei (SP) für die Regionsratswahl am 21. November dieses Jahres, Gösta Toft.

Auch Søvndal geht als Spitzenkandidat ins Rennen. Nach sieben Jahren als SF-Chef, 19 Jahren als Folketingsabgeordneter und zwei Jahren als Außenminister hatte sich Søvndal im Dezember 2013 aus gesundheitlichen Gründen aus der aktiven Politik zurückgezogen.

Jetzt ist er zurück – und will nach eigenen Aussagen in der Region Süddänemark „aufräumen“. Mit Gösta Toft war er sich in vielen Punkten einig: Die Grenzkontrollen in ihrer jetzigen Form sollten eingestellt werden – und die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in den Bereichen Gesundheit, Ausbildung und öffentlicher Verkehr sollte intensiviert werden.

„Wir wollen eine offene Grenze, das ist so sicher wie das Amen in der Kirche“, unterstrich Gösta Toft erneut.

Søvndal an der deutschen Minderheit interessiert

Das „Wie“ bei der Frage, wie die bürgernahe Gesundheitsversorgung am besten gewährleistet werden kann, beantworten SF und SP zwar im Detail unterschiedlich – doch die Stoßrichtung sei die gleiche, sagte Toft nach dem Gespräch. Søvndal habe sich sehr interessiert an der Politik der Schleswigschen Partei gezeigt und viel nachgefragt. Der ehemalige Außenminister spricht gut Deutsch, hat als junger Mann in Deutschland gearbeitet und habe „mit Bewunderung“ über die derzeitige deutsche Politik gesprochen.

Zu einem Wahlbündnis mit den Volkssozialisten wird es, aller Übereinstimmung zum Trotz, jedoch nicht kommen, versicherte der langjährige Parteisekretär der Schleswigschen Partei. Hier heißen die Partner Christdemokraten (KD), Regionsliste, Folkeflokken und Retsforbund.

Eingeladen hatte der Bund Deutscher Nordschleswiger (BDN).

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