Team Nordschleswig – Æ Mannschaft

Nordschleswigs Faustballer in der 2. Bundesliga angekommen

Nordschleswigs Faustballer in der 2. Bundesliga angekommen

Nordschleswigs Faustballer in der 2. Bundesliga angekommen

Nordschleswig
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Trainer Peter Diedrichsen (r.) und seine Mannschaft mischen im kommenden Jahr in der zweithöchsten deutschen Faustball-Liga mit. Foto: Karin Riggelsen

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Die Faustball-Männer des Team Nordschleswig – Æ Mannschaft sind zum zweiten Mal in diesem Jahr aufgestiegen – diesmal sogar durch sportliche Leistungen.

Was für ein Jahr für die Faustballer des Team Nordschleswig – Æ Mannschaft. Anfang des Jahres spielten sie noch in der schleswig-holsteinischen Bezirksoberliga. Nun sind sie mit dem zweiten Aufstieg binnen sieben Monaten in der 2. Bundesliga angekommen.

Was war geschehen?: Nachdem die Saison im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie abgebrochen worden war, wurde den Spielern aus Nordschleswig die Chance genommen, in die Schleswig-Holstein-Liga aufzusteigen. Doch das wollten die Verantwortlichen damals nicht auf sich sitzen lassen. Nach vielen Gesprächen mit dem Faustballverband in Schleswig-Holstein schafften es die Nordschleswiger schließlich, sich in die Schleswig-Holstein-Liga zu „schnacken“, wie es der Trainer der Mannschaft, Peter Diedrichsen, ausdrückt. Ein Aufstieg am grünen Tisch also.

Wort gehalten

Der sportliche Leiter des Team Nordschleswig – Æ Mannschaft, Thore Naujeck, sagte im Februar kurz nach dem Aufstieg: „Wir haben die Klappe jetzt so weit aufgerissen, jetzt müssen und wollen wir zeigen, dass wir in der Klasse mithalten können und es verdient haben, dort zu spielen.“

Und genau das tat die Mannschaft in den vergangenen Monaten eindrucksvoll. Sie hat alle sechs Spiele gewonnen, lediglich einen einzigen Satz abgegeben – ein souveräner erster Platz, und damit der Aufstieg in die 2. Bundesliga.

„Es ist einfach großartig, was die Jungs geschafft haben. Sie haben so unglaublich viel Potenzial, sie haben komplett mitgezogen und waren bei jedem Spiel voll fokussiert. Ich bin sehr stolz auf sie“, sagt Trainer Peter Diedrichsen.

Der Aufstieg bedeutet nun mehr Spiele, weitere Fahrten und stärkere Gegner? Ist die Mannschaft bereit dafür? „Die Jungs sind heiß darauf, sich jetzt mit noch besseren Mannschaft zu messen, ich glaube schon, dass alle mitziehen werden“, so Diedrichsen.

Mehr Spiele, weitere Fahrten

Statt auf drei Spieltage, wie in der Schleswig-Holstein-Liga, müssen sich die Nordschleswiger nun auf fünf bis sieben Spieltage einstellen. Die meisten davon finden im Großraum Berlin statt.

Der Trainer ist zuversichtlich, dass seine Schützlinge auch eine Klasse höher mithalten können. „Wir haben auf dem Knivsbergfest mit TUS Spenge bereits gegen einen Zweitligisten gespielt und konnten ihn schlagen. Wir haben nichts zu verschenken, und jeder, der gegen uns spielt, muss um seine Punkte kämpfen“, so die klare Ansage von Diedrichsen, der zuversichtlich ist, dass seine Mannschaft die Klasse halten wird.

Sensation beim Nationen Cup?

Start in das Abenteuer 2. Bundesliga ist erst im kommenden Frühjahr. Bis dahin findet neben der Hallensaison am Ende des Monats auch noch der Nationen Cup im niedersächsischen Schneverdingen statt. Sieben Mannschaften nehmen teil: Deutschland, Österreich, Schweiz, Dänemark, Italien, Belgien und ein Refugees Team aus Hamburg. Während die ersten vier der Vorrunde den Sieger ausspielen, bestreiten die letzten beiden Teams anschließend je ein Freundschaftsspiel gegen das Refugees Team, das außer Konkurrenz teilnimmt.

Vor Ort ist man sich laut Diedrichsen und Naujeck bereits sicher, dass Dänemark und Belgien nach der Vorrunde die Segel streichen und die Freundschaftsspiele bestreiten dürfen. Doch das sieht man in Nordschleswig anders. Bereits im Eröffnungsspiel des Nationen Cups gegen Italien will das Team Nordschleswig nach Möglichkeit für eine Sensation sorgen.

„Dass bereits im Voraus berichtet wird, dass wir mit den Halbfinals nichts zu tun haben werden, ist natürlich ein riesiger Ansporn für uns. Gegen Deutschland, die Schweiz und Österreich wird nicht viel zu holen sein, aber wenn wir einen guten Tag haben, könnte gegen Italien etwas drin sein. Die Italiener haben lange nicht gegen uns gespielt, sie wissen nicht, was meine Jungs in den vergangenen Monaten für einen Sprung gemacht haben. Das könnte ein Vorteil für uns sein“, so Diedrichsen, der seiner Mannschaft das Halbfinale durchaus zutraut.

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